Archiv für Oktober 2010


China in Farbe: Rot

29. Oktober 2010 veröffentlicht in Nahaufnahme
Roten Laternen

Roten Laternen

Der Osten ist Rot. Der Titel dieses alten Propagandaliedes bewahrheitet sich immer wieder, ist in China doch kaum eine andere Farbe ist so eng mit dem Land verbunden.

Nicht zuletzt – das kann man kaum leugnen – sehen wir diese strahlende Farbe auch wegen der politischen Ausrichtung des Landes so häufig. Letztlich ist Rot nämlich noch immer die Farbe des Sozialismus, auch wenn er hier in chinesischer Prägung vorliegt, wie es immer kryptisch heißt. Wie wichtig die Farbe jedoch tatsächlich ist, drückt sich allein schon in der Flagge des Landes aus. Rot nimmt hier sicherlich bis zu 95 Prozent dieses Wahrzeichens des Landes ein.

Die primäre Bedeutung des Purpurrots im alltäglichen chinesischen Leben ist jedoch weit davon entfernt, politisch aufgeladen zu sein. Es gilt hier als die Farbe des Glücks, des Lebens und des Reichtums (weiterlesen…)

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Tischgespräch: ‚In Zügen lernt man das wahre China kennen’

27. Oktober 2010 veröffentlicht in Wegweiser
Einsteigen bitte!

Einsteigen bitte!

Linlin Scheunemann ist China Tours Kundenberaterin. Als gebürtige Chinesin kennt sie sich natürlich bestens aus in ihrem Heimatland. Wir wollten von ihr wissen, was man auf Zugfahrten beachten muss. Vom Ticketkauf bis zum Zielbahnhof.

Frage: Das Wichtigste zuerst. Wo besorge ich mir die Zugtickets?

Linlin Scheunemann: Der einfachste Weg ist natürlich der Schalter am Bahnhof. Man stellt sich an, sagt wann man wohin reisen möchte, bezahlt und bekommt die Tickets. Nichts leichter als das. Natürlich weiß ich, dass es für Ausländer nicht so einfach ist, seine Wünsche klar zu formulieren. Wenn man über sprachliche Grundkenntnisse verfügt, empfiehlt es sich, sich nicht vom Trubel am Schalter aus der Ruhe bringen zu lassen. (weiterlesen…)

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City Beats: Confessions of a Shanghaiist

25. Oktober 2010 veröffentlicht in Nahaufnahme

Häusermeer in Shanghai

Häusermeer in Shanghai

Dass ich sehr begeistert von meiner neuen Heimatstadt Shanghai bin, ist inzwischen wohl kein Geheimnis mehr. Wie sehr die Metropole einen jedoch verändert, wenn man eine Weile hier gewohnt hat, ist recht erstaunlich.

Vor einigen Tagen verschlug es mich für einen Kurztrip nach Hefei, in eine Stadt also, die nicht unbedingt zu den beliebtesten und bekanntesten Urlaubsorten Chinas zählt. Eine unaufgehübschte Industriestadt, die ein von internationalen Chinafans recht unbeachtetes Dasein fristet.

Was geschieht nun also, wenn es einen Reisenden aus der großen Stadt der Superlative in dieses kleine Örtchen verschlägt?

Kulturschock 1: Der kleinste Flughafen der Welt. Natürlich ist der Hefei Airport nicht wirklich der kleinste, aber wer die langen Laufwege auf dem Shanghaier Gegenstück in Pudong kennt, kann hier schon in Erstaunen versetzt werden. Kaum haben die Fluggäste ihre Maschine verlassen, stehen sie quasi schon direkt vor dem Ausgang. Der Flughafen selbst gleicht also vielmehr einem Busterminal – praktisch für alle schwer bepackten. (weiterlesen…)

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City Beats: Von Taifunen und gutem Essen

22. Oktober 2010 veröffentlicht in Nahaufnahme
Feuertopf

Feuertopf

Strömender Regen, waden-tiefe Pfützen bilden sich an Kreuzungen, überall eilen Menschen über die Straßen, schnell unter Vordächern Schutz suchend. Der Wind peitscht, die wenigen mutigen Fußgänger, die noch zielstrebig die Bürgersteige bevölkern, sind trotz Regenschirm innerhalb von wenigen Minuten bis auf die Knochen durchnässt – und ich mittendrin. Willkommen an meinem ersten Abend in Shanghai, willkommen in meinem ersten Taifun zwischen Wolkenkratzern.

War die Unwetterwarnung am Vormittag bei angenehmen 34°C und strahlendem Sonnenschein noch schwer ernst zu nehmen, beschleicht zumindest mich an diesem Abend das Gefühl, dass Stellenweise ein Gummiboot den eigenen Füßen als Fortbewegungsmittel vorzuziehen gewesen wäre. Innerhalb weniger Minuten nach Einsetzen der schweren Regenfälle gleichen die Bürgersteige kleinen Bächen. Doch setzen sich neben mir erstaunlich viele, wetterfeste Shanghaier der natürlichen Dusche aus. Mit welchem Ziel, lässt sich nur spekulieren, doch meines ist klar.

Am Ende des Weges wartet gutes Essen – gutes einheimisches Essen: (weiterlesen…)

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Diashow: Peking

21. Oktober 2010 veröffentlicht in Nahaufnahme
Tian'anmen-Platz

Tian'anmen-Platz

Peking hat viele Facetten. Die Stadt kann laut sein, aber auch leise, sie ist hektisch und rauh, aber auch langsam und sanftmütig, sie hat hässliche Seiten, aber auch schöne, sie ist weltgewandt und offen, gleichzeitig konservativ und in sich gekehrt – all das ist Peking – spannend und herausfordernd, aber niemals langweilig.

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Reisebericht: Legendäre Seidenstraße

20. Oktober 2010 veröffentlicht in Wegweiser
Kamele in der Taklamakan

Kamele in der Taklamakan

China Tours Mitarbeiterin Renate Meyer begab sich auf die Spuren alter Händler. Ihre Reise führte sie über Peking und Xi’an hinein in die chinesische Provinz Xinjiang, wo die legendäre Seidenstraße zu beiden Seiten der Wüste Taklamakan verläuft.

Diese China-Reise ist von Anfang bis Ende spannend: zur Einstimmung sind das Treiben und die Gerüche im Lama- und Konfuziustempel in Peking genau das Richtige. Hier scheint die Zeit stehen zu bleiben und die vielen, kräftigen Farben werden uns auf der weiteren Reise begleiten. Doch welch ein großer Kontrast zum Olympiapark: wir stehen vor dem Vogelnest und schauen auf den großen Drachen, der sich zusammensetzt aus den Gebäuden für das olympische Komitee, sowie die Unterkünfte der Athleten und Presse. Die Alleen sind breit angelegt und mit der phantasievollen Architektur werden wir in die Neuzeit versetzt, spüren die Macht Chinas und seine funktionierende Größe. Unser Hotel ist super, sehr günstig gelegen mit U-Bahn –Anschluss in der Nähe und wir lernen schnell, dass es in China kein Erdgeschoss gibt, sonder alles mit dem 1. Stock beginnt. (weiterlesen…)

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Szene: Ein gediegener Abend in Shanghai

18. Oktober 2010 veröffentlicht in Nahaufnahme
Band in der Old Jazz Bar
Band in der Old Jazz Bar

Alte Gebäude, guter Jazz – tauchen sie ein in die Atmosphäre des alten Shanghai der dreißiger Jahre.

Starten Sie den Abend mit einem Dinner bei M on the Bund: Ein Restaurant der gehobenen Preisklasse mit europäischer Cuisine und – was für China doch recht besonders ist – einer großen Weinkarte. Von der Dachterrasse aus haben Sie einen direkten Blick auf die Skyline von Pudong. In einem alten Haus aus den 20er Jahren untergebracht, ist M on the Bund der ideale Startpunkt für den kommenden Abend. Genießen Sie den Ausblick in klassischem Ambiente. (7. Stock, The Bund No.5)

Die nächste Station finden Sie direkt um die Ecke: The Old Jazz Bar. DIE wohl geschichtsträchtigste Jazzbar Shanghais gehört zum Peace Hotel, einem der ältesten, noch original erhaltenen Hotels der Stadt, erbaut in den 30ern. Das Besondere an der Bar ist, dass die Big Band, die hier spielt, fast so alt ist, wie das Gebäude selbst: Die meisten Mitglieder der Besetzung sind schon seit ca. 50 Jahren dabei und oftmals über 80 Jahre alt. Wahrscheinlich spielen sie deswegen nur bis um 22 oder 23 Uhr, es macht aber trotzdem Spaß, den alten Herren beim Musik machen zuzuschauen. Drinks kosten hier zwischen 80 und 100 RMB. (Nanjing Dong Lu, No. 20)

Dann geht es mit der Fähre nach Pudong, in The Piano Bar. Lassen Sie auf dem Weg noch einmal die beleuchteten Prachtbauten am Bund auf sich wirken. Die Piano Bar befindet sich im 53. Stock des Jinmao Towers und ist kleiner als die höher gelegene und bekanntere Cloud Nine Bar. Inmitten des meist lokalen Publikums können Sie bei Livemusik mit einer Sängerin, Piano und Bass den Abend gemütlich ausklingen lassen – und auch aus dem 53. Stock ist der Blick auf Shanghai wirklich schön. Bei den Getränken müssen Sie mit ca. 100 RMB rechnen. (53. Stock, Jinmao Tower, Century Boulevard No. 88)

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Vom Yin und Yang der Freizeit: China beruflich und privat

18. Oktober 2010 veröffentlicht in Heimspiel

Immer eine Reise wert - Hongkong

Immer eine Reise wert - Hongkong

Um diese Jahreszeit ist es in der Reisebranche immer recht stressig – wir sind mitten in der Katalogproduktion für die nächste Saison. Zum ersten Mal sind es im Hause China Tours derer Vier: klassisch, aktiv, intensiv und exklusiv. Von allem ist also was dabei. Wir haben alte Reisen verbessert, neue konzipiert und uns überlegt, was für Regionen in welchen Landesteilen für welche Art Reisen besonders interessant sind.

Yi-Lan Li erzählt monatlich vom Yin und Yang der Freizeit

Yi-Lan Li erzählt monatlich vom Yin und Yang der Freizeit

Das macht Fernweh – mich selbst reizt besonders Chinas Südwesten. Die Provinz Yunnan, die Provinz südlich der Wolken, ist eine der vielfältigsten Regionen des Landes: tropische Regenwälder, schneebedeckte Gipfel im Osthimalaya und reißende Gebirgsflüsse sind genauso spannend wie die Menschen – 25 der insgesamt 56 Minderheitsvölker Chinas leben hier und prägen das Land. Wie zum Beispiel die Hani, die über Jahrhunderte die unglaublichen Reiseterrassen von Yuanyang angelegt haben und noch heute bewirtschaften. (weiterlesen…)

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City Beats: Von Pampers, Pipi und stylischen Kids

15. Oktober 2010 veröffentlicht in Nahaufnahme
Kindermode (Foto Jana Fröhner)

Kindermode (Foto Jana Fröhner)

Shanghai kann sicherlich zu den modernsten Städten Chinas gezählt werden. Wie fortschrittlich die Stadt tatsächlich ist, lässt sich natürlich an den hochmodernen Bauten aus Glas und Stahl ermessen, die in den letzten Jahren unentwegt aus dem Boden schossen.

Einen ganz anderen Ansatz stellt jedoch die Methode dar, die ich scherzhaft als den Pampers-Index bezeichne. Hierbei handelt es sich um das Verhältnis von der Anzahl der Kleinkinder, die man täglich auf der Straße sieht, zu der Zahl der Windelträger.

Natürlich ist dies, wie Sie sich sicher denken können, keine offizielle Maßeinheit – dahinter verbirgt sich Folgendes: Wer schon einmal im Land der Mitte war, dem ist es vielleicht aufgefallen. Chinesische Kinder wachsen oft ohne Windeln auf. Stattdessen ist, zumindest bei den ganz Kleinen, Freikörperkultur angesagt. Dank praktischem Schlitz in der Hose über dem Allerwertesten können die Racker einfach Laufen lassen, wenn ihnen danach ist. Manche ganz minimalistisch veranlagte Kids tragen gern auch einfach nur ein kleines Schürzchen, quasi als luftiges Outfit für den Hochsommer. (weiterlesen…)

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Tischgespräch: „Es war ein ganz, ganz großes Abenteuer!“

15. Oktober 2010 veröffentlicht in Nahaufnahme
Renate Offt-Degner berichtet

Renate Offt-Degner berichtet

Renate Offt-Degner, Beifahrerin in unserem Rallye Wagen Nr. 2, lässt Ihre Erlebnisse der Self Drive Tour von Bremen nach Shanghai Revue passieren.

Offt-Degner: Die Rallye war ein ganz, ganz großes Abenteuer für mich – mein erstes Abenteuer und ich bin froh, dass ich mitgefahren bin.

Frage: Ist denn unterwegs alles gut gelaufen? Hatten Sie gar keine Probleme.

Offt-Degner: Nein, es ist alles super gelaufen, wir hatten vielleicht ein paar ganz kleine Probleme, aber große? Gar keine. Es war einfach ein Traum.

Frage: Schön. Nun, sie sind jetzt ja auch schon eine Weile in China unterwegs. Wie gefällt ihnen denn das Land?

Offt-Degner: Die schönste Stadt in China war eigentlich Wuxi. Da war der Empfang der Rallye so phänomenal, so was kann man einfach gar nicht richtig in Worte kleiden. Wir kamen auf der Tour natürlich auch durch einige Orte, die etwas laut und hektisch waren und mir nicht so gefallen haben, aber dann waren da auch wieder Städte, bei denen ich mir gesagt habe: Wow, das ist China! (weiterlesen…)

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