Archiv für Oktober 2011


Reisetagebuch Teil 2: Chengdes Sommerpalast

31. Oktober 2011 veröffentlicht in Nahaufnahme

Herr Ma lässt sich Zeit. Den kahlen Kopf durchs offene Taxi-Fenster gereckt, dreht er die Augen. Dann grinst er, öffnet die grün-weiße Beifahrertür und schon geht es los. Ma Wensheng stammt aus Chengde.  Seit über 15 Jahren fährt er Taxi und kennt jeden Winkel seiner Heimatstadt. Seine Arbeitswege sind jedoch etwas einseitig. Nach Herrn Mas gefühlter Eigenstatistik geht jede dritte Fahrt von einem der Busbahnhöfe zur Bi Shu Shan Zhuang, der Sommerresidenz der Qing-Kaiser, zu der auch wir gerade unterwegs sind. (weiterlesen …)

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Die Hauptstadt sagt “Mama Mia!”

28. Oktober 2011 veröffentlicht in Nahaufnahme

Wenn heute Abend im Century Theater in Peking der Vorhang fällt, ist es das Ende eines Experiments. Von August bis Oktober gastierte das Musical Mama Mia mit 80 Shows in der chinesischen Hauptstadt. Nun ist das allein nicht weiter erwähnenswert – gibt es in Peking schließlich alle Nase lang neue Aufführungen – aber dennoch ist dieses Musical eine kleine Besonderheit: wir reden nämlich von der chinesischen Version des Musicals. (weiterlesen …)

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Reisetagebuch: Ein Ausflug nach Chengde

26. Oktober 2011 veröffentlicht in Nahaufnahme
Es gibt ein paar Dinge, die werden in unserer WG sehr ernst genommen. Wochenendausflüge gehören definitiv dazu. Ihre Vorbereitung erfordert deswegen besonderen Einsatz. Beispielsweise bei der Wahl des Ausflugsziels: Unsere Ausflüge enden jedes Mal damit, dass wir durchgefroren beschließen, nächstes Mal südlichere Gefilde aufzusuchen, um dann bei der nächstbesten Gelegenheit doch wieder gen Norden zu reisen.
Und so ignorieren wir auch diesmal alle Hinweise, dass es im 200km entfernten Chengde um einige Grad kälter sein wird, es nicht umsonst als angenehm kühle Sommerresidenz der Qing-Kaiser angepriesen wird und wir zu allem Übel auch noch im Frühherbst dorthin wollen.
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Peking 360°: Alles auf Zucker!

24. Oktober 2011 veröffentlicht in Nahaufnahme
Die Luft bahnt sich ihren Weg. Die klebrig-zähe Masse in der kleinen Holzform beginnt sich träge zu wölben. Vor Xiangxiangs Augen bläht sich langsam eine gold-braune Seifenblase auf. Der Fünfjährige lässt die unförmige Kugel nicht aus den Augen. Immer größer wird der „Ball“, bis er sich schließlich ganz von der Form ablöst und hinunter fällt, genau in die Hände von Herrn Yang.
Herr Yang ist Zuckerkünstler. Seit vier Generationen wird das Handwerk in der Familie weitergegeben. Häufig anzutreffen sind Pekings Zuckerkünstler allerdings nicht, denn das „candy-blowing“ gehört zu einer aussterbenden Art. Xiang Xiang allerdings hat Glück. Beim Familienausflug in den Alten Sommerpalast hat er sie entdeckt, die bunten Figuren, die Herr Yang auf einer Stange ausgestellt hat. Xiang Xiang muss nicht lange überlegen. Er lässt drei Kuai in das Holzkästchen fallen und bestellt eine Hunde-Figur. Bisher ist von der allerdings noch nicht viel zu sehen. (weiterlesen …)
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Bailixia-Schlucht: Ein Tag im Paradies

20. Oktober 2011 veröffentlicht in Nahaufnahme

Zwei Zugstunden von Peking liegt das Paradies – jedenfalls laut Reiseführer. Neugierig auf das „Paradies auf Erden“, kämpfen meine Mitbewohnerin und ich tapfer gegen den Schlaf und nehmen den Frühzug gen Südwesten. Unser Ziel ist der Geopark Yesanpo in der Provinz Hebei. Denn genau dort soll unser Paradies liegen: die Bailixia-Schlucht (chin.百里峡).

Muster aus Sonne und Schatten im Schluchtabschnitt "Wunderland"

Muster aus Sonne und Schatten im Schluchtabschnitt "Wunderland"

Gemächlich schnaufend tuckert der Zug durch Pekings Stadtviertel Shijingshan, Fengtai und Fangshan gen Südwesten. Eine halbe Stunde vor der Endstation verwandelt sich unser Abteil in eine fahrende Markthalle. Die Einwohner von Yesanpo und Bailixia schwenken Visitenkarten und bieten den Reisenden günstige Übernachtungsmöglichkeiten in ihren Häusern an. Ausgestattet mit einem Blumenstrauß Visitenkarten steigen wir aus und folgen dem Labyrinth enger Gassen und dicht gedrängter Häuser hinunter zur Straße nach Bailixia. Es bleiben knapp zwei Kilometer Fußweg durch ausgestorbene Restaurantlandschaften und eine staubige Bauwüste.

Bereits wenige Meter nach dem Eingang zur Schlucht wird der Pfad enger, die Abschnitte steiler. Immer entlang des Flusses folgen wir den hoch aufragenden Felsen und bewundern die reiche Vegetation. Die erste Station ist das Tal der Skorpione, dessen Einwohner heute glücklicherweise nicht zu Hause sind. Die Bäume und Büsche krallen sich an steil abfallendes Geröll und geben nur teilweise den Blick auf kargen Fels frei. An manchen Stellen bricht sich das Sonnenlicht auf so merkwürdige Weise, dass subtile Muster entstehen. Die Besucher erwartet ein imposantes Spiel aus Sonne und Schatten, dazu Wasser in Farbstufen von dunkelblau bis grasgrün.

Eingang zur Bailixia-Schlucht

Eingang zur Bailixia-Schlucht

Über steile Treppen geht es weiter, immer entlang des Flusses. An einigen Stellen plätschern Bergquellen, an anderen kann man seltene Pflanzen bestaunen. Wir erreichen die „Zickzack-Schlucht”. Hier können Sie den Himmel nicht sehen, warnt das Schild am Eingang und es sieht wirklich so aus, als liefe der immer schmaler werdende Pfad ins Nichts. Die Felsen ragen beinahe senkrecht hinauf und sind so übereinander gestapelt, dass vom Himmel nur ein sehr weit entfernter blassblauer Streifen zu erhaschen ist.

Der Weg gabelt sich. Möglichkeit eins ist die lang gewundenen Treppenstufen in  Richtung Gipfel. Angesichts der Mittagshitze scheint Möglichkeit zwei da gleich viel verlockender: Wir nehmen die wenigen Stufen hinauf zur kleinen Seilbahnstation. Außer uns scheint heute niemand Seilbahn fahren zu wollen, trotz der Hitze entscheiden sich viele für den Aufstieg per pedes. Wir denken uns nichts dabei und ein letzter Blick auf die steilen, nicht enden wollenden Treppenstufen löscht auch den letzten Zweifel aus. Was man von unten nicht erahnt, die Seilbahnfahrt hat es in sich. Es braucht nur ein paar Meter, bis wir begreifen, warum die meisten die Stufen bevorzugen. In halb-offenen Gondeln geht es Angst einflößend langsam mit viel Geschaukel und beinahe senkrecht nach oben. Die Stille, die hier herrscht, wird nur ab und zu von den Schreckensrufen der Fahrgäste in uns entgegenkommenden Gondeln durchdrungen. „Habt ihr auch so viel Angst wie wir?” „Nein!…Mehr!” Und dabei sehen die kleinen 2-Mann-Gondeln in blau, gelb und orange so niedlich aus. Nur gut, dass unten genug Bäume stehen, um die Felsvorsprünge zu kaschieren, andernfalls wäre es wirklich gruselig. Die Minuten nach der Ankunft verbringe ich damit, meiner Begleiterin – die sich ihre erste Seilbahnfahrt etwas romantischer vorgestellt hatte - zu versichern, dass wir wirklich nur das Hinfahrtticket genommen haben und nicht noch einmal einsteigen müssen.

Ausblick vom Gipfel

Ausblick vom Gipfel

Glücklicherweise kommt uns Mutter Natur zu Hilfe: Der Ausblick vom Gipfel macht die Fehlentscheidung Seilbahn wieder wett. Damit ist unser Abenteuer aber noch nicht beendet. Schließlich müssen wir ja auch wieder nach unten. Schmal und steil winden sich die Holzstufen herab. Wir beginnen bei Stufe 536 und bezweifeln, dass man vom Gipfel aus in nur 536 Holzstufen das Tal erreichen kann. Auf der Hälfte, bei Ziffer „0″ dann die Erkenntnis: Ein Blick zurück zeigt, auf den Stufen sind in verblassender roter Farbe einige Daten der chinesischen Geschichte gemalt. Wir sind also nicht bei Stufe 0, sondern im Jahr Null angekommen. Beim Gedanken an die lange Historie Chinas machen wir uns auf einen sehr langen Abstieg gefasst und hoffen insgeheim bald im 21. Jahrhundert anzukommen.

Nachdem wir ein weiteres Stück geschafft haben, hören wir von unten einen erfreuten Ausruf: „Schau mal, wo wir sind. Nur noch 200 Jahre”, ruft die Dame mit sehr großer Sonnenbrille entzückt, schnauft kurz durch und zieht sich am Geländer um die Ecke und hinauf zur nächsten Stufe. Wir beschließen, ihr besser nicht zu sagen, dass es „vor Christi Geburt” noch weiter geht und sie noch mehr als das Doppelte vor sich hat. Unten angekommen, zittern immer noch die Knie von der Seilbahnfahrt; die Beine sind immer noch am Treppensteigen. Die Stufen enden im Jahr 481: „Beginn der Chinesischen Geschichtsaufzeichnungen”, steht da. Nachdem wir uns noch von der Akustik der „Echo-Höhle” überzeugt haben, geht es mit immer noch wackeligen Beinen in Richtung Ausgang. Wir sind uns einig, der Besuch in Bailixia hat sich gelohnt. Nur das mit dem Seilbahnfahren  lassen wir nächstes Mal besser aus.

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Macau | Eine große Liebe mit vielen Seitensprüngen

18. Oktober 2011 veröffentlicht in Wegweiser

Die Portugiesen haben durch ihre seit 1557 fast 450-jährige Anwesenheit auf dem Landzipfel an der Südküste Chinas ihre Spuren hinterlassen und Macau so zur ältesten europäischen Siedlung auf dem asiatischen Festland gemacht. Eine alte Liebe, die noch heute hier und da ihren Charme versprüht. Die Einflüsse dieses kolonialistischen Tête-á-têtes machen sich hauptsächlich im Stadtbild und den Sehenswürdigkeiten bemerkbar, in denen der Anteil Portugals nicht geleugnet werden kann. „Alte Liebe rostet nicht“ heißt es schließlich. (weiterlesen …)

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Peking 360°: Sei (k)ein Frosch!

17. Oktober 2011 veröffentlicht in Nahaufnahme

Für die Navigation durch den Pekinger Alltag gibt es ein paar integrale Grundregeln. Erstens: Bücher, die einem weißmachen wollen, man dürfe in Hauptstadtbibliotheken laut lachen, lügen. Zweitens: bevor man alte Damen ausraubt, berechne man unbedingt Länge, Geschwindigkeit und Fallwinkel der Rolltreppe und drittens: verlieben Sie sich niemals in rosa Frösche. (weiterlesen …)

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Tischgespräch: Liu Guosheng zur Deutsch-Chinesischen Allgemeinen Zeitung

14. Oktober 2011 veröffentlicht in Heimspiel

Im Juni 2011 ist das neue Projekt von China Tours Geschäftsführer Liu Guosheng zum ersten Mal erschienen – die Deutsch-Chinesische Allgemeine Zeitung (DCA). Diese richtet sich an interessierte Leser beider Nationen und soll den kulturellen Austausch zwischen China und Deutschland fördern. Die Ausgabe mit spannenden Themen rund um Politik, Wirtschaft und Gesellschaft beider Länder erscheint einmal im Monat und wir ziehen eine erste Bilanz mit Liu Guosheng.

China Tours Magazin: Herr Liu, vielen Dank, dass Sie sich Zeit genommen haben. Wie sieht es momentan in der Redaktion aus, woran wird konkret gearbeitet?

Liu Guosheng: Mit den vielen Gründungsformalien sind wir endlich durch und wir dürfen bei der Namensführung auf die Kürzel „i.G.“ (Firma in Gründung) verzichten. Jetzt können wir uns ab der nächsten Ausgabe auf die inhaltlichen Aufgaben konzentrieren. Die Zusammenarbeit in der Redaktion muss weiterhin optimiert werden, denn wir haben mehrere freiwillige Unterstützer, die nicht vollzeitig in der Redaktion sitzen und die Abstimmungen kosteten uns immer noch zu viel Zeit. Aber wir sind auf dem richtigen Weg und das sehen Sie sicherlich auch an der Zusammensetzung der Themen in der nächsten Ausgabe. (weiterlesen …)

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Fly & Drive – Mit dem Mietwagen China entdecken

13. Oktober 2011 veröffentlicht in Wegweiser

China Tours überrascht in seinen Katalogen für 2012 mit einer völlig neuen Form des Reisens durch China. In dem erstmalig erscheinenden Individualreisen-Katalog bietet der Spezialist aus Hamburg die einzigartige Möglichkeit, China auf eigene Faust im Auto zu erkunden.

Ausgestattet mit einem Mietwagen und dem eigenen chinesischen Führerschein stehen dem Reisenden vier unterschiedliche Routen zur Verfügung. China Tours ist der einzige deutsche Reiseveranstalter, der das individuelle Reisen mit dem Mietwagen durch China ermöglicht. Für die einmalige Reisemöglichkeit, genügt ein einfacher europäischer Führerschein. Ein Reiseleiter von China Tours ist dann vor Ort bei der Umschreibung in einen chinesischen Führerschein behilflich. (weiterlesen …)

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Tischgespräch: Es ist ein wahres Erlebnis, mit dem Auto durch China reisen zu dürfen!

12. Oktober 2011 veröffentlicht in Wegweiser

Christoph Albrecht, Geschäftsführer von China Tours, hat unser neues Produkt „Fly & Drive“ in China getestet. Mit dem Mietwagen fuhr er alleine durch die Regionen Sichuan und Yunnan. Mit Hilfe des China Tours-Roadbooks und der programmierten Route, hat er den Weg auch ohne chinesische Sprachkenntnisse gefunden. Seine einmaligen Eindrücke und Erlebnisse schildert er in unserem Interview.

1. Du bist das erste Mal mit dem Auto durch China gefahren. Wie lange warst du insgesamt unterwegs und wie viele Kilometer hast du im Mietwagen zurückgelegt?

Christoph Albrecht mit dem Mietwagen in China

Christoph Albrecht mit dem Mietwagen in China

Insgesamt war ich 17 Tage in China unterwegs, davon bin ich 15 Tage selbst gefahren. Offiziell ist diese neue Fly & Drive-Route –  eine von vier Reiserouten, die wir auch im aktuellen Katalog für Individualreisen vorstellen –  2.600 km lang. Da ich noch weitere Strecken gefahren bin, war ich sogar ungefähr 3.300 km mit dem Mietwagen in China unterwegs. (weiterlesen …)

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China Tv Tipps

Freitag, 24.05.2013
(20.15) Wildes China (Phoenix)

Dienstag, 28.05.2013
(10:50) Chinas unbekannte Küche, Hongkong (ORF 3)

Freitag, 31.05.2013
(21:05) Umbau XXL: Facelift für einen Stadtteil (N-TV)

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