Reisebericht: Nepal und Tibet im Herbst 2011 Teil 3

Im dritten Teil des Reiseberichtes ihrer Nepal-Tibet Reise erzählt China Tours-Mitarbeiterin Linlin Scheunemann von ihren Eindrücken aus Tibet.

Heute geht unsere Tibet Reise weiter. Zunächst besuchen wir die Klosterstadt Tashilhunpo , den Sitz des Panchen Lama. Hier befindet sich die größte goldene Buddha-Statue der Welt.  Besonders imposant sind die Debatten der Mönche über die buddhistischen Schriften. Wild gestikulierend reden die Mönche aufeinander ein und klatschen dabei in die Hände.

Altstadt von Shigatse

Nachdem wir uns in Ruhe umgesehen haben, treffen wir uns wieder am Bus und fahren weiter in die Altstadt von Shigatse. Hier besuchen wir zunächst den Markt, der zu Füßen des sogenannten kleinen Potala-Palastes liegt. Auf dem Markt werden allerlei Waren angeboten. Darunter findet man alles Mögliche, vom Yak-Kopf bis hin zu touristischen Souvenirs. Wir entscheiden uns mit dem Einkauf bis zur Ankunft in Lhasa zu warten, was sich später als richtige Entscheidung herausstellt. Anschließend machen wir uns noch auf dem Weg durch die Straßen der Altstadt. Einige Mitreisende entschließen sich noch, einen kleinen Berg zu  besteigen, von dem aus sich ein schöner Blick über die Stadt bietet. Mit Freude registrieren wir, dass sich in der Stadt kaum größere Gebäude befinden, stattdessen scheint man bemüht, alles  im traditionellen Baustil zu halten.

Auf nach Lhasa

Yamdrok-Stausee

Yamdrok-Stausee

Am Morgen darauf  machen wir uns auf den Weg in Richtung Lhasa. Auf dem Weg dorthin machen wir zunächst einen Stopp in Gyangtse. Aus unserem Plan, das Dzong-Fort zu besichtigen wird leider nichts, da dort einige Tage zuvor eine Mauer eingestürzt ist und die Anlage daher gesperrt ist. In dem Ort befindet sich außerdem das Pelkhor-Chöde Kloster, das für seine imposante Stupa berühmt ist. Wie immer bemüht sich unsere Reiseleiterin, uns den tibetischen Buddhismus näherzubringen. Nach der Besichtigung geht es weiter durch die beeindruckende Landschaft in Richtung tibetische Hauptstadt. Unser nächster Stopp ist am Yamdrok-See, einer der drei heiligen Seen Tibets. Wir spazieren am See entlang. In der kargen und scheinbar lebensfeindlichen Umgebung entdecken wir eine einsame Ente. Leider ist heute das Wetter das erste und einzige Mal nicht so schön, so dass wir gerne wieder den warmen Bus besteigen. Auf der Weiterfahrt machen wir noch einige Fotostopps, der See sieht aus der Ferne türkisblau aus und wirkt noch schöner als direkt vom  Ufer aus.

Gegen Abend erreichen wir Lhasa. Schon am Stadtrand wird die Vegetation etwas üppiger und wir sehen aus Pappeln auch einige andere Gewächse, die etwas Farbe in die Landschaft bringen. Auf dem Weg zum Hotel sehen wir  zum ersten Mal den Potala-Palast, der die Vorfreude auf die Besichtigung am nächsten Tag steigert. Unser Hotel befindet sich mitten in der Altstadt, von hier aus kann man alle Sehenswürdigkeiten zu Fuss erreichen. Die Zimmer sind zudem äußerst komfortabel und modern und geschmackvoll eingerichtet.
Wir entscheiden uns am Abend zu einem Besuch im Dio-Cafe. Von hier aus hat  man einen wunderschönen Ausblick auf den hell angeleuchtet Potala-Palast. Das Cafe soll in den nächsten unser allabendlicher  Anlaufpunkt werden und sei hiermit ausdrücklich empfohlen.

Potala-Palast

Gruppenfoto vor dem Potala-Palast

Gruppenfoto vor dem Potala-Palast

Der heutige Tag ist für viele wohl der absolute Höhepunkt der Reise. Bereits am Abend zuvor hatte unsere Reiseleiterin die Tickets für den Potala Palast besorgt, da der Zutritt begrenzt ist. Wir machen uns zur Besichtigung auf. Bereits zum Fuße des Palastes werden unzählige Fotos geschossen, da innerhalb des Gebäudes das Fotografieren strengstens verboten ist. Bevor wir den Palast besichtigen können, müssen zunächst viele Stufen bewältigt werden. Die Besichtigung ist strengstens durchgeplant. Um den Hügel zu erklimmen, stehen ca. 45 Minuten zur  Verfügung, weswegen einige schon etwas Angst bekommen, es nicht zu schaffen. Diese Angst ist zum Glück unbegründet, so dass wir alle rechtzeitig am Eingang versammelt sind. Für die Besichtigung stehen dann exakt 60 Minuten zur Verfügung. Sehr souverän führt uns unsere Reiseleiterin durch die öffentlich zugänglichen Bereiche, insbesondere die Gräber der Lamas hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Exakt im Zeitplan beenden wir schließlich die Führung. Beim Abstieg bietet sich ein wunderbarer Blick über Lhasa.

Nach dem Essen besichtigen wir den berühmten Jokhang Tempel. Um den Tempel herum treffen wir Pilgerströme. Die Pilger umrunden den Komplex mit ihren Gebetsmühlen, dabei werfen sie sich unermüdlich zu Boden. Um den Tempel herum befindet sich die Altstadt von Lhasa. In der Altstadt befindet sich ein riesiger Markt, in dem alle erdenklichen Waren angeboten werden. Das Angebot reicht von Gebrauchsgütern bis zu touristischen Andenken. Die Zeit reicht heute leider nicht mehr, um alles zu sehen, wir werden das später nachholen.

Am Abend starten wir dann noch zu einem großen Platz vor dem Potala Palast. Hier bietet sich allabendlich ein besonderes Spektakel: Nach typisch tibetischer Musik wird hier ein äußerst beeindruckendes Wasserspiel aufgeführt. Vor der Kulisse des hell erleuchteten Palastes verharren wir hier eine ganze Stunde lang.
Am nächsten Tag besuchen wir zunächst das Drepung Kloster, das etwas 10km außerhalb Lhasas liegt. Die Anlage ist riesig und wir haben ausreichend Zeit, uns individuell umzuschauen. Das Areal ist so groß, dass wir schließlich Schwierigkeiten haben unseren Bus zum verabredeten Zeitpunkt wiederzufinden.
Nachmittags besichtigen wir Norbulingka, die Sommerresidenz des Dalai Lama. Es handelt sich dabei um eine große Parkanlage mit einem schön gelegenen See. In der Residenz ist auf einer Wand die mythische Geschichte Tibets verewigt. Anhand der Bilder erklärt unsere Reiseleiterin uns diese. Anschließend haben wir Zeit, im Park spazieren zu gehen. Hier gibt es eine für Tibet außergewöhnliche Vielfalt an Pflanzen.
Am Abend zieht es uns noch einmal zu den Wasserspielen. Optional haben einige Mitreisende Tickets für die tibetische Oper in Lhasa erworben. Sehr beeindruckt von dem bunten Spektakel kehren sie am Abend zum Hotel zurück.

Lhasa Nonnenkloster Ani Sangkhung

Lhasa Nonnenkloster Ani Sangkhung

Am dritten Tag in Lhasa sehen wir zunächst das Nonnenkloster Ani Sangkhung. Nirgendwo sonst in den Klöstern konnten wir die Gläubigen so nahe an der Ausübung Ihres Glaubens beobachten wie hier. Die Nonnen sind zu Gesprächen aufgelegt und teilen sogar Ihr Frühstück mit uns. Hier können wir auch ungestört Fotos machen und filmen, was in vielen anderen Klöstern untersagt ist oder bezahlt werden muss. Zu dem Kloster gehört auch noch ein Teehaus, in das wir anschließend einkehren.

Wir entscheiden uns am Nachmittag, nicht  an dem Ausflug zum Sera Kloster teilzunehmen und stattdessen die Atmosphäre in der Altstadt zu genießen. Hier nehmen wir auch die Gelegenheit wahr, den Markt in Ruhe zu erkunden und unsere Souvenirs einzukaufen. Besonders beliebt sind tibetischer Schmuck, Gebetsmühlen, Räucherschalen und Textilien.

Im letzten Teil Ihres Tibet-Reiseberichtes wird Linlin Scheunemann von Ihrer Fahrt von Lhasa nach Xining mit der Tibet-Bahn berichten.

Sie möchten auch die faszinierende Kultur und die Landschaften Tibets erleben? Dann finden Sie auf unserer Internetseite alle Infos zur Nepal- Tibet Reise und weiterern Tibet Reisen.

Verfasst von

Der Autor hat noch keine Informationen im Profil hinzugefügt
Related Posts

Hinterlassen Sie eine Antwort

Teilen Sie gerne Ihre Meinung mit uns!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title="" rel=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>