Reisebericht Nepal und Tibet (Teil 4): Fahrt mit der Tibetbahn

Im letzten Teil Ihres Reiseberichtes über die Nepal-Tibet Reise mit China Tours berichtet China Tours-Mitarbeiterin Linlin Scheunemann von der Fahrt mit der Tibetbahn.

Am frühen Morgen starten wir zum Bahnhof, um mit der Tibet-Bahn Tibet zu verlassen. Für uns sind Abteile erster Klasse gebucht. Schon in den Tagen zuvor haben sich Vierer-Gruppen gebildet, die gemeinsam ein Abteil

Abteil in der Tibetbahn

Abteil in der Tibetbahn

belegen. Mit unserem Gepäck betreten wir das Abteil und wissen zunächst nicht, wie wir es verstauen können. Nach einigem hin und her gelingt es uns aber, alles irgendwo unterzubringen. Die Abteile sind äußerst eng, es gibt jeweils zwei Etagenbetten. Im Gegensatz zur zweiten Klasse kann das Abteil verschlossen werden. Vor der Abreise wurden Messer, Scheren und Spraydosen von unserer Reiseleitung eingesammelt, da diese nicht in der Bahn transportiert werden dürfen. Diese Gegenstände wurden dann per Paketpost nach Xining vorausgeschickt.

Gleich zu Beginn der Fahrt haben wir einen Platz im Speisewagen für das Abendessen gebucht, da die Plätze hier sehr begrenzt sind. Auf dem Gang befindet sich ein Wasserspender mit heißem Wasser. Beim Versuch, uns einen Kaffee hiermit zuzubereiten, müssen wir allerdings ernüchtert feststellen, dass das Wasser nicht wirklich heiß ist, da wir uns immer noch in 4000 m Höhe aufhalten.

Nachdem wir die Außenbezirke Lhasas verlassen haben, wandern unsere Blicke immer wieder in Richtung der zahlreichen Fenster. Es ziehen grandiose Landschaften an uns vorbei. Allein aus diesem Grunde lohnt es sich, die Reise mit dem Zug anzutreten und nicht etwa von Lhasa direkt nach Peking zu fahren. Das Abendessen ist wider Erwarten äußerst schmackhaft und kann durchaus mit guten Restaurants mithalten. Beim Blick aus dem Fenster sehen wir wild lebende Esel und sogar einige Antilopen. Am Abend probieren wir alle gemeinsam einen Schluck Reiswein, der uns auch dabei hilft, in der Nacht ein wenig Schlaf zu finden.

Ankunft in Xining

Landschaft auf der Bahnstrecke

Landschaft auf der Bahnstrecke

Nach einer kurzen Nacht treffen wir in Xining ein. Eigentlich sollten wir direkt vom Bahnhof zum Flughafen fahren, um nach Peking weiterzufliegen. Unser Flug wurde allerdings auf den Nachmittag verschoben, so dass wir noch einige Stunden Aufenthalt in Xining haben. Auch unser örtlicher Reiseleiter ist davon etwas überrascht, es gelingt ihm aber, zu improvisieren. Xining liegt in der Provinz Qinghai und ist stark islamisch geprägt. Hier befindet sich eine der größten Moscheen Chinas, die wir nach einem Frühstück kurz besichtigen. Anschließend haben wir noch Zeit, uns auf dem Freimarkt umzusehen. Schließlich fahren wir in Richtung Flughafen, von wo aus unser Flug nach Peking startet. In Peking erwartet uns ein wunderschönes Hotel in zentraler Lage. Von hier aus machen wir uns trotz Müdigkeit am Abend auf den Weg in Richtung Tian’anmen Platz. Zu unserem Glück ist der Kaiserpalast noch hell erleuchtet und bietet ein weiteres schönes Fotomotiv. Dann geht es weiter in Richtung der Straße Dashilan. Es handelt sich hierbei um eine Straße, die originalgetreu im Stile der Altstadt wieder aufgebaut wurde.

Peking

Für diejenigen, die noch nie in Peking waren, stellt sich heute die unlösbare Frage, wie man diese riesige Stadt an einem Tag erkunden kann. Dieser Tag steht allen zur freien Verfügung und wird in ganz verschiedener Weise genutzt. Wir entscheiden uns für einen Besuch des größten daoistischen Tempels, der „Weiße Wolke“ genannt wird. Anschließend gehen wir noch in aller Ruhe durch die Altstadt mit dem Hutong-Viertel. Am Abend treffen sich alle wieder, um die Reise gemeinsam bei einem Peking-Ente Essen ausklingen zu lassen. Auf der Fahrt zum Flughafen geraten wir in einen riesigen Verkehrsstau. Zum Glück sind wir früh genug losgefahren, so dass wir kein Problem haben, unseren Flieger zu erreichen. Voller Eindrücke verlassen wir China in Richtung Deutschland. Die 17 Reisetage kamen uns aufgrund der vielen Highlights und Erlebnisse vor, als wären es drei Monate gewesen.

Wenn Sie das faszinierende Tibet selbst kennenlernen, und mit der Tibetbahn durch die sagenhaften Landschaften des Himalaya fahren möchten, werfen Sie doch mal einen Blick in unsere Tibet Reisen.

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4 Responses to "Reisebericht Nepal und Tibet (Teil 4): Fahrt mit der Tibetbahn"

  1. Eberhard Dierschke says:

    Da wir im Mai auch die Nepal-Tibet Rreise gebucht haben, interessieren wir uns auch für die ersten 3 Teile des Reiseberichts. Habe diese aber nicht finden können. Können Sie mir da weiterhelfen?
    Besten Dank im voraus!

  2. Wilhelm Drichelt says:

    Mir ging es auch so.

  3. Kurt Feller says:

    Das würde mich auch interessieren.

  4. Nicol Hartz says:

    Lieber Herr Dierschke, hier kommen Sie zu den vorherigen beiden Reiseberichten. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen.
    Nepal und Tibet – Teil 1
    Nepal und Tibet – Teil 2
    Nepal und Tibet – Teil 3

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