Die Top 10 Sehenswürdigkeiten in der Provinz Henan

Haben Sie jemals von der Provinz Henan gehört? Wenn nicht, dann wird es höchste Zeit! Die Provinz im Herzen Chinas war als Geburtsort der chinesischen Zivilisation jahrtausendelang das herrschaftliche Zentrum Chinas. Neben zahlreichen Kulturdenkmälern überrascht die Provinz auch mit außergewöhnlich schönen Berglandschaften fernab überfüllter Touristenpfade. Welche Henan Sehenswürdigkeiten Sie auf keinen Fall verpassen sollten, möchten wir Ihnen vorstellen.

Shaolintempel mit Pagodenwald

Der Shaolin Tempel am Fuße des Song Shan Gebirges nahe der Stadt Dengfeng ist wohl der mit Abstand bekannteste Tempel Chinas. Eingebettet in eine wunderschöne Landschaft mit einer reichhaltigen Vegetation, gilt dieser Ort als Geburtsstätte des chinesischen Zen-Buddhismus sowie der Shaolin-Kampfkünste Kung Fu, Qi Gong und Tai Chi. 500 Meter vom eigentlichen Tempel entfernt liegt der Pagodenwald des Shaolin Tempels. Hier befinden sich die insgesamt 240 Pagoden der ehemaligen Shaolin-Mönche, es handelt sich um den größten Pagodenwald Chinas. Die teilweise bis zu 1.500 Jahre alten Pagoden wurden in verschiedenen Dynastien errichtet. Sowohl der Shaolin Tempel als auch der Pagodenwald gehören seit 2010 zum UNESCO Weltkulturerbe als Teil der „Historischen Monumente Dengfengs“.

Song Shan: Heiliger Berg des Daoismus

Der Song Shan ist einer der fünf Heiligen Berge des Daoismus. Unter den fünf heiligen Bergen stellt er den großen mittleren Gipfel dar. Die daoistische Lehre besagt, dass auch das Zentrum eine Art Himmelsrichtung ist. Der Song Shan gehört zum Verwaltungsgebiet der Stadt Dengfeng. Der höchste Gipfel des Song Shans misst stolze 1500 Meter. Insgesamt befinden sich in der Gegend über 70 Gipfel. Die sieben höchsten Gipfel erstrecken sich auf einer Länge von 64 km zwischen der Hauptstadt Luoyang und Zhengzhou. In der Nähe des Berges haben sich viele daoistische und buddhistische Klöster angesiedelt. Der berühmteste Tempel ist der Zhongyue Tempel. Durch die wunderbare Bergregionen mit dichten Wäldern führen viele verschiedene Wanderwege.

Longmen-Grotten: Buddhistische Skulpturen

Die Longmen Grotten, im Volksmund auch Drachentor genannt, befinden sich bei Luoyang und sind stille Zeitzeugen der Blütezeit der Buddhaverehrung. Einst wurden sie in den Felsen gehauen, mit verschiedensten Statuen und Ornamenten ausgestattet und verziert, um ihren Stiftern ein erleuchtetes Leben, Gesundheit oder Wohlstand zu garantieren. Sie beindrucken nicht nur mit der Größe des Areals (rund 1 km Länge), sondern auch mit der Spiritualität, die sie umgibt. Die über 2.300 Grotten und Nischen, die sich im sogenannten Drachentor des Yishui-Flusses befinden, enthalten von 2 Zentimeter bis zu 17 Meter große Buddhafiguren, die sich alle in Form, Bedeutung und Aussehen unterscheiden. Seit dem 30. November 2000 gelten die Longmen Grotten zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Tempel des Weißen Pferdes

Laut buddhistischer Überlieferung ist der Tempel des Weißen Pferdes der erste buddhistische Tempel Chinas. Kaiser Mingdi aus der östlichen Han-Dynastie soll diesen im Jahr 68 n. Chr. in der damaligen Hauptstadt Luoyang gegründet haben. Während der Ming-Dynastie (1368-1644) und der anschließenden Qing-Dynastie (1644-1912) wurde der Tempel mehrfach umgebaut und modifiziert. Während der Kulturrevolutionen wurde der Tempel erneut umgestaltet. Sein derzeitiges Aussehen hat große Ähnlichkeiten mit berühmten buddhistischen Tempeln aus Thailand und Indien. Diese wurden nachträglich seit dem Jahr 2000 hinzugefügt. Mit dem bewussten Kopieren des indischen und thailändischen Stils möchte die Regierung die kulturelle Kooperation der Länder mit China betonen. Das Besondere am Tempel des Weißen Pferdes ist der Aufbau der Pagoden. Jede Tempelhalle ist etwas größer als die vor ihr liegende Halle.

Yuntaishan-Geopark: Vielfältige Landschaft

Stets in Wolken gehüllt, hat der Yun Tai Berg bei Jiaozuo eine recht mystische Ausstrahlung. Er ist einer der bekanntesten Berge in Henan und besticht durch seine vielfältige Landschaft und die vielen Highlights im Park, wie beispielsweise ein 314 Meter hoher Wasserfall oder das „Tal der heißen Quellen“. Er hat eine Gesamtfläche von 556 km² und wurde im Jahr 2004 von der UNESCO zum Weltgeopark erklärt. Shengding, der „heilige Gipfel“, ist mit 1.304 Metern der höchste Gipfel des Yun Tai Gebirges. Auch in der Qinglongxia Schlucht wird einiges geboten: Hier finden Sie steile Felswände, Flusstäler, Bergbäche, Wasserfälle und Höhlen. Sie hat einen gut ausgebauten Wanderweg und wird als schönster Teil des Parkes betrachtet. Der Park ist weitläufig und es ist schwierig, wirklich alle interessanten Bereiche an einem Tag zu besichtigen. Das Tolle ist, dass Sie mit der Eintrittskarte den Weltgeopark an zwei aufeinanderfolgenden Tagen gleich mehrmals betreten können.

Henan Museum: Chinas größtes Museum

Das Henan Museum ist ein Kunst- und Geschichtsmuseum und befindet sich in Zhengzhou, der Hauptstadt der Provinz Henan. Erbaut wurde es bereits im Jahre 1927 und mittlerweile zählt es zu den ältesten und auch größten Museen des Landes. Aufgrund der Reichhaltigkeit und der Besonderheit der hier ausstellten Exponate gilt es zudem als eines der bedeutendsten Museen des Reichs der Mitte. Die insgesamt 130.000 Ausstellungsstücke bieten einen tollen Einblick in die kulturellen Relikte der verschiedenen Dynastien Chinas. Bei Ihrem Besuch sollten Sie also genug Zeit mitbringen, denn hier gibt es unheimlich viel zu entdecken! Die überwiegende Zahl der Exponate des Museums stammen aus der Tang- sowie der Song-Dynastie und lassen sich größtenteils in die verschiedenen Kategorien Bronzekunst, Steinkunst und Keramik einordnen.

Nachtmarkt in Kaifeng: Kulinarische Vielfalt

Die Provinz Henan ist neben vielen interessanten Sehenswürdigkeiten auch für ihre kulinarischen Spezialitäten bekannt. Um die verschiedenen Köstlichkeiten zu entdecken und zu probieren, bietet sich besonders ein Besuch auf einem der vielen Nachtmärkte in Kaifeng an. Der bekannteste und größte Nachtmarkt in Kaifeng ist der Nachtmarkt am Trommelturm (Gulou Nachtmarkt), der sich mitten im Stadtzentrum befindet und bereits seit 1000 Jahren existieren soll. Die vielen Imbissstände und Garküchen werden täglich gegen 19 Uhr geöffnet und meist erst tief in der Nacht, zwischen 3 und 4 Uhr, geschlossen. Von den vielen verschiedenen Gerüchen getrieben, können Sie sich bei einem ersten Rundgang durch die Gassen zwischen den Ständen zunächst einmal einen Überblick verschaffen, bevor Sie sich dann ans Probieren geben.

Millenium City Park: Stadtpark des Jahrtausends

Um dem Künstler Zhang Zeduan ein Denkmal zu setzen, wurde die Szene eines seiner Werke mit dem Millenium Park in Kaifeng nachgebaut. Die im Jahr 1998 eröffnete Anlage hat eine Gesamtfläche von ca. 33 Hektar, wovon die Seefläche bereits fast ein Drittel ausmacht. Auf dieser wiederum befinden sich über 50 kleinere und größere Schiffe im antiken Baustil. Des Weiteren befinden sich im Millenium Park etwa 400 Gebäude im Stil der Song-Dynastie. Am Osttor des Parks wird jeden Morgen um 9:00 Uhr die Eröffnungszeremonie gefeiert – ein großes Spektakel, das Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Die Anlage ist groß und es gibt viel zu entdecken. Besonders sehenswert ist beispielsweise der kaiserliche Garten. Der majestätische, 32 m hohe Pavillon im Herzen des Garten wird Ihnen sofort ins Auge stechen. Ein weiteres Highlight ist die Regenbogenbrücke. Sie ist eine Nachbildung der auf dem Kunstwerk zu sehenden insgesamt zehn Holzbrücken.

Taihang Grand Canyon: Schönste Schlucht Chinas

Der Taihang Grand Canyon ist Teil des Taihang Gebirges und liegt im Norden der Provinz Henan, etwa 60 Kilometer von der Stadt Anyang entfernt. Das gesamte Gebirge erstreckt sich über eine Länge von 625 km und hat eine Höhe von 800 bis 1.700 Metern. Der Taihang Grand Canyon selbst ist stolze 50 Kilometer lang und an der breitesten Stelle etwa 1,5 Kilometer breit. Mit seinen grünen Wäldern, den steilen Klippen, den klaren Bächen, seinen vielen Wasserfällen und Teichen wurde der Canyon von der Tourismusbehörde zum 4-Sterne Landschaftsgebiet ernannt und gilt als eine der zehn schönsten Schluchten des Landes. Hier kommen Jung und Alt auf ihre Kosten, egal ob man auf der Suche ist nach einer entspannten Wanderung oder etwas Abenteuer beim Wildwasser Rafting.

Das malerische Bergdorf Guoliang

Guoliang ist ein kleines Dorf in der Nähe von der Stadt Xinxiang. Am Abgrund einer 300 Meter hohen Klippe kauernd, bietet es nicht nur ein sagenhaftes Motiv für Maler und Fotografen, sondern auch Sportkletterer und Basejumper kommen hier auf ihre Kosten. Im Frühling legt sich die Pfirsichblüte wie ein rosafarbener Teppich über die Berge und bietet den Besuchern ein bezauberndes Erlebnis. Schon die Fahrt zu dem Dorf durch den Guoliang-Tunnel ist spektakulär. Die rauhen Felswände ohne Betonverputz, scheinen von Hand in den Berg geschlagen worden zu sein. Das kleine Dorf hat einiges zu bieten: Mit seinen aus unförmigen Bruchsteinen errichteten Häusern, zwischen deren grauen Dachziegeln das Gras sprießt, stellt das Dorf ein unvergleichliches Kleinod dar. Aber dann ist da auch noch die Berglandschaft, die senkrechten Klippen, über denen die Häuser Guoliangs sich an den Abgrund schmiegen.

Entdecke auf dieser Rundreise Henan!

Faszination Henan

Laura Rudschuck-Henne

Verfasst von

Online-Marketing und Redaktion bei China Tours
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