Jiaozi - Eine Spezialität zum Früglingsfest

Chinesisches Rezept: Jiaozi zum chinesischen Neujahrsfest

Jiaozi sind ein chinesisches Teiggericht, der deutschen Maultasche oder der osteuropäischen Pirogge nicht unähnlich. Zwar werden sie in China ganzjährig gegessen, aber besonders zum chinesischen Neujahrsfest werden die kleinen Leckerbissen in nahezu jeder Familie gemeinsam zubereitet.

Der Brauch des Jiaozi-Essens

Da die Form von Jiaozi alten Silberbarren ähnelt, die im alten China als Währung benutzt wurden, verspricht die Tradition des Jiaozi-Essens zum Neujahr Reichtum und Wohlstand. Außerdem steht es für Zusammenhalt in der Familie, denn die Teigränder müssen gut zusammenhalten.

In einigen Teilen Chinas gibt es den Brauch, eine Münze oder eine rote Dattel in eine der Teigtaschen zu stecken. Wer die Münze findet, wird Glück oder besonderer Reichtum im neuen Jahr zugesagt. Die rote Dattel verheißt dem Finder Liebe für das kommende Jahr.

Die Jiaozi können nach Belieben mit Fleisch und Gemüse oder vegetarisch mit Eiern und Schnittlauch gefüllt werden. Bei Jiaozi darf alles ausprobiert werden! Beliebte Dips sind Essig oder Sojasoße, die auch noch mit Chili, Koriander oder Knoblauch verfeinert werden können. Wir möchten Ihnen ein klassisches Jiaozi-Rezept mit einer Fleisch- und Gemüsefüllung vorstellen.

Zutaten: (für ca. 25 Stück)

  • 200 g Schweine-Hackfleisch
  • kleiner Chinakohl
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • Ingwer
  • Sesamöl
  • Salz, Pfeffer
  • 200 g Mehl
  • Wasser

Zubereitung:

1. Frühlingszwiebeln und den Chinakohl verkleinern.

2. Den Ingwer schälen und klein hacken.

3. Anschließend alle Zutaten zusammen mit dem Hackfleisch in eine Schüssel geben, mit Sesamöl, Salz und Pfeffer würzen und zu einer Masse kneten.

4. Der Teig wird aus Mehl und Wasser zu einem glatten Teig geknetet. Falls der Teig nicht weich genug ist, fügen Sie noch etwas Wasser hinzu bzw. wenn er zu weich ist, etwas Mehl. Der Teig soll nicht an den Fingern kleben bleiben. Anschließend muss er ca. 30 Minuten ruhen.

5. Dann den Teig ausrollen und handflächengroße, runde Scheiben daraus formen. Nur eine Seite der Teig-Scheibe sollte mit Mehl bestreut sein, da sie sich sonst beim Füllen nicht mehr schließen lässt.

6. Die Füllung in die Mitte der Teigkreise legen und dann beide Seitenhälften zusammenklappen und fest zu drücken.

7. Zum Schluss müssen die gefüllten Teigtäschchen für ca. 5 Minuten in kochenden Wasser garen.

Viel Spaß beim Ausprobieren. Guten Appetit – 慢慢吃!

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2 Kommentare

  1. Chinesische Teigtaschen,

    Ihr schriebt: „Nur eine Seite der Teig-Scheibe sollte mit Mehl bestreut sein, da sie sich sonst beim Füllen nicht mehr schließen lässt.“

    Frage; welche Seite kommt denn nun nach innen, die bemehlte oder die unbemehlte?
    Übrigens lassen sie sich jiaozi, pelmeni, Maultaschen … super verkleben, wenn man den Rand mit Eigelb einpinselt.

    LG

  2. Hallo Herr Reppin,

    die unbemehlte Seite kommt nach innen. Guter Tipp mit dem Eigelb!

    Herzliche Grüße

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