Das Qingming-Fest: Zum Gedenken der Ahnen

Das Qingming-Fest wird am 4. oder 5. April eines jeden Jahres gefeiert.  Das Fest zum Gedenken der Ahnen fällt immer auf den 106. Tag nach dem chinesischen Sonnenkalender – genau 15 Tage nach der Frühlings-Tag-und Nacht-Gleiche. „Qingming“ bedeutet im Deutschen „hell und klar“, weshalb das Totenfest auch als “Fest des Hellen Lichtes“ bezeichnet wird.

Das Qingming-Fest hat eine Jahrtausend alte Tradition und ist das bedeutendste Totengedenkfest in China. Die Chinesen gedenken an dem Totenfest ihren verstorbenen Verwandten, besuchen und säubern deren Gräber. Außerdem werden auf dem Grab Opfergaben wie Speisen, Getränke, Blumen sowie auch Gegenstände, die der Verstorbene zu Lebzeiten besonders gern mochte, abgelegt. Ein weiterer Brauch ist es Weihrauchstäbchen auf dem Grab anzuzünden, sich vor dem Grab zu verbeugen sowie Papiergeld zu verbrennen. Letzteres soll den Verstorbenen im Jenseits zur Verfügung stehen, damit sie dort ein glückliches „Leben“ führen können.

Mittlerweile kann man in China, besonders im Süden des Landes, auch andere Gegenstände aus Papier kaufen, wie Autos und Kleidung, die verbrannt werden können. Traditionell werden an dem Qingming-Fest nur kalte Speisen gegessen. Dieser Brauch geht auf die Geschichte des Jie Zitui (600 v. Chr.) zurück, der im Feuer umkam, weshalb an diesem Gedenktag Feuer vermieden wurde.

Das Qingming-Fest hat auch eine fröhliche Seite. Zu dieser Zeit wird es langsam wärmer und Blumen und Bäume fangen an zublühen. Daher machen viele Familien neben den Grabbesuchen auch Ausflüge in die Natur und genießen den kommenden Frühling. Diese Sitte wurde bereits im Altertum praktiziert. Außerdem lassen an diesem Tag viele Chinesen Drachen steigen. Am Abend kann man vielerorts Drachen mit kleinen Lampions am Himmel leuchten sehen.

Für Sie schreibt: Laura Rudschuck-Henne

Leitung Online-Marketing und Redaktion bei China Tours

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