Mit ‘Presse’ getaggte Artikel


China für Schwindelfreie

15. August 2009 veröffentlicht in Wegweiser

Hängendes Kloster

Hängendes Kloster

Zu Besuch im Hängenden Kloster in Hunyuan / Von Geraldine Friedrich

Dünn wie Zahnstocher wirken die Tannenstämme, die das „Xuankongsi“, zu deutsch „Hängendes Kloster“, am Berg Hengshan, 70 Kilometer südöstlich der chinesischen Kohlestadt Datong, von unten stützen. Die Balken liegen zu zwei Dritteln in den Felsen. Die teils winzigen Hallen mit Pagodendächern scheinen dadurch wie Schwalbennester an der Felswand 50 Meter über dem Boden zu kleben. Kaum zu glauben, dass Arbeiter diese Anlage bereits vor rund 1500 Jahren errichteten. Wer kommt bloß auf die Idee ein Kloster an einer steil abfallenden Felswand zu bauen? Zudem liegen die Minigebäude die meiste Zeit im Schatten, im Juli konnten sich die Mönche gerade mal über vier Stunden Sonnenlicht täglich freuen, ohne Heizung im Winter nicht vergnügungssteuerpflichtig. Die Durchschnittstemperatur in und um Datong beträgt im Jahresmittel 5,5 Grad Celsius, im Winter sind minus 20 Grad normal.

Doch alles hat seinen Grund. Denn unterhalb des Hängenden Klosters verlief die damalige Pilgerroute von Datong nach Wutai Shan, einem der vier heiligen Berge des Buddhismus in China. Die Reisenden machten auf dem Wege Halt im Kloster um sich dort zu erholen. Zudem verläuft unterhalb der Steilwand der Fluss Hun, der bei heftigem Regen schnell über die Ufer trat. Da die meisten Chinesen abergläubisch waren – und heute immer noch sind – dachten sie, man könne durch die Errichtung eines Tempels, der auf die davor liegende „Schlucht des Goldenen Drachen“ (Jinlongxia) blickt, den Fluss besänftigen und sich gleich selbst vor Fluten und vor Feinden schützen. (weiterlesen…)

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Hundertjähriger Traum wird wahr

03. August 2009 veröffentlicht in Wegweiser
Noch bis vor ein paar Jahren hatten es Künstler in China besonders schwer ihre Werke auszustellen oder ihre Arbeit auszuüben. Mit der zunehmenden Öffnung des Landes in den letzten Jahren und dem stetigen Einfluss aus dem Westen hat sich diese Situation für chinesische Künstler geändert. Durch die Austragung der Olympiade 2008 in Peking hat sich der Blick der Welt nun einmal mehr auf das Reich der Mitte gerichtet und stellt es ins Rampenlicht. Der Einfluss der Olympiade in Peking und die damit einhergehenden Hoffnungen der Bevölkerung beschreibt Pascal Brückmann im nachfolgenden Artikel.

798 Factory in Peking

798 Factory in Peking

Neue Freiheiten für die Jugend und die Kunstszene. Die Zukunft nach den Spielen bleibt aber ungewiss./Von Pascal Brückmann

Dieses Stadion, so der Architekt, solle beispielhaft das neue China verkörpern. Herzog: „Ich hoffe, dass dieses Bauwerk für Peking sein wird, was der Eiffelturm für Paris ist.”

Auch Michael Kahn-Ackermann, Leiter des Goethe-Instituts in Peking, ist davon überzeugt, dass die Olympischen Spiele die Stadt nachhaltig verändern werden. „Die derzeitige Aufbruchstimmung ist enorm, man kann sie förmlich mit Händen greifen”, beschreibt er den rasanten Wandel. (weiterlesen…)

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