Garten Pavillion in Suzhou
Oben im Himmel ist das Paradies, auf der Erde Suzhou (…)“, so lautet ein chinesisches Sprichwort. Diese Lobpreisung hat die Stadt im Südosten der Provinz Jiangsu vor allem ihren uralten Gärten zu verdanken. /von Cornelia Wolter
Wobei der Begriff Gärten nicht genau trifft, was alte Landschaftsarchitekten in Suzhou geschaffen haben – es sind eher kunstvoll gestaltete, dreidimensionale Landschaftsgemälde. Einige von ihnen gehören zum Unesco- Weltkulturerbe. Von den einst mehr als 200 meist privaten Gärten, die zwischen dem 10. und 16. Jahrhundert entstanden, sind heute etwa noch ein Drittel gut
erhalten. Darunter der „Garten des bescheidenen Beamten“ – er gehört zu den vier berühmtesten Grünanlagen Chinas. Er wurde, wie auch „Der Garten des Meisters der Netze“ oder der „Garten des Verweilens“, von wohlhabenden Beamten oder einflussreichen Politikern erbaut, nachdem diese als Pensionäre in ihre Heimatstadt zurückgekehrt waren. Für sie waren es Orte der Einkehr und Besinnung.
Einige der Besitzer zogen sich sogar als Eremiten in ihre Privatgärten zurück, um die alten chinesischen Schriften zu studieren. Modern ist der Garten des Suzhou-Museums. Diesen und den Museumsneubau hat leoh Ming Pei entworfen. Pei ist ein US-amerikanischer Architekt chinesischer Herkunft, der unter anderem durch den Bau des Musée du Louvre in Paris, mit der berühmten Pyramide (weiterlesen…)
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