Mit ‘Vehrkehrsmittel’ getaggte Artikel


China im Geschwindigkeitsrausch

09. Mai 2011 veröffentlicht in Nahaufnahme

Sie laufen geschäftig wie die Ameisen. Durcheinander, zielstrebig, ohne zusammenzustoßen. Sie drängeln sich durch die Sicherheitskontrolle, schmeißen ihre Taschen auf die Sitzbänke und kauen voller Zufriedenheit getrockneten Fisch und in Plastik eingeschweißtes Entenfleisch. China begeht den Tag der Arbeit mit einem verlängerten Wochenende. Wer in Shanghai wohnt, fährt aufs Land; wer auf dem Land wohnt, fährt nach Shanghai. Stoßbetrieb am brandneuen Hongqiao Bahnhof von Shanghai.

Die großzügige Wartehalle glänzt. Seit der Expo legt Shanghai noch mehr Wert auf sein Erscheinungsbild. Die Zeiten, in denen am Bahnhof nach Herzenslust Melonenschalen und Sonnenblumenkerne auf den Boden gespuckt wurden, sind vorbei. „Shanghai – wonderful World Metropolis“ verkündet ein Schild. (weiterlesen…)

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Chunyun (春运) – die größte, periodisch wiederkehrende Völkerwanderung der Welt

02. Februar 2011 veröffentlicht in Nahaufnahme
Chunyun ist auch eine logistische Meisterleistung: hier Gepäckverladung in Yunnan

Chunyun ist auch eine logistische Meisterleistung: hier Gepäckverladung in Yunnan

In China wird Chunyun als „die größte, periodisch wiederkehrende Völkerwanderung der Welt“ definiert. In der vom Staatsrat festgelegten Chunyun-Periode von 40 Tagen (in diesem Jahr vom 19.01. bis zum 27.02.2011) sind jedes Jahr über 2 Milliarden Menschen unterwegs (manche reisen eben zweimal). Das entspricht einem Drittel der Weltbevölkerung. Für das Jahr 2011 werden 2,83 Milliarden prognostiziert.

Unter der Leitung vom Staatsrat wird aus hochrangigen Mitgliedern des Verkehrsministeriums, des Ministeriums für Eisenbahnwesen und des Luftverkehrsamts ein Krisenstab gebildet. Dieser erarbeitet jedes Jahr einen Krisenplan für drei mögliche Szenarien für die Wochen vor, während und nach den Neujahrsferien. Es werden Sonderzüge, Sonderbuslinien und Sonderflüge eingerichtet, um das jeweils errechnete gewaltige Verkehrsaufkommen abfertigen zu können. In diesen 40 Tagen, der sogenannten Chunyun-Zeit,  werden die Verkehrsbetriebe vor gigantische Aufgaben gestellt.

Nach der Prognose werden sich in diesem Jahr allein in Peking 22 Mio. Menschen auf eine Neujahrsreise begeben, in Shanghai etwa 28 Mio. und in Kanton wird mit unglaublichen 140 Mio. Bewegungen gerechnet. Das Perlflussdelta mit seinen Großstädten Hong Kong, Shenzhen, Zhuhai und Kanton gehört zu den am dichtesten besiedelten Gebieten der Welt.

Bereits  am 19.01., dem ersten Tag der Chunyun-Zeit, haben sage und schreibe 700.000 Menschen die Provinzen in Richtung Heimat verlassen – ein Zuwachs von 17% im Vergleich zu 2010.

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Was man wissen muss über U-Bahnfahren in China

12. Januar 2011 veröffentlicht in Nahaufnahme
In der Pekinger U-Bahn

In der Pekinger U-Bahn

Eine U-Bahn Station in einer chinesischen Großstadt zur Rush Hour. Laut, hektisch, immer voller Menschen. Ein Moloch sich bewegender Körper – eng aneinandergedrängt strömen sie zusammen und branden auseinander, um ihren respektiven Rolltreppen in die Tiefe zu folgen.

Genau dieses Szenario eignet sich wunderbar, um einige Untersuchungen zum teilweise doch recht eigenwilligen U-Bahn-Fahrverhalten mancher Chinesen anzustellen.

Bereits an der Treppe zu den Bahngleisen stoßen wir auf die erste Auffälligkeit: Chinesen lieben Rolltreppen. Natürlich gibt es auch immer ganz normale Treppen zu den Bahnsteigen, diese fristen in der Regel jedoch ein recht unbeachtetes Dasein. So kann es durchaus vorkommen, dass sich gerade zur Rush Hour dicke Menschentrauben vor den Rolltreppen bilden, es wird geschoben und gedrängelt, jeder will so schnell wie möglich nach oben oder unten gefahren werden. Meist kämen die Reisenden zu Fuß schneller und stressfreier ans Ziel, auf die Idee, die normalen Treppen zu nehmen, kommen jedoch nur sehr wenige – quasi die verkehrstechnischen Rebellen. (weiterlesen…)

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China Beats: Zuggeschichten

29. Dezember 2010 veröffentlicht in Nahaufnahme
Unterwegs in China - unsere Kolumnistin Vanessa Dahlmann nach 30 Stunden in einem Nachtzug

Unterwegs in China - unsere Kolumnistin Vanessa Dahlmann nach 30 Stunden in einem Nachtzug

China ist groß – ganz ohne Zweifel. Dieses gleichermaßen riesige wie faszinierende Land mit Bus und Bahn und eben nicht mit dem Flugzeug zu bereisen, ist eine Wahl, die erstaunlich viele Besucher des Reichs der Mitte treffen.

Es ist eine Entscheidung für den Geldbeutel und gegen Komfort, aber gleichzeitig auch für das Abenteuer. Jeder, der schon einmal in einem überfüllten Nachtbus über Serpentinstraßen geschaukelt ist und bei gefühlt viel zu schnellen 50km/h den eigenen Absturz stets vor Augen hatte, während die alten Chinesen um ihn herum friedlich vor sich hinschnarchten, kann dies wohl bestätigen.

Unterwegs in China – das ist die Garantie für Nervenkitzel aber auch für den ein oder anderen leicht-nervösen Zusammenbruch. Nichtsdestotrotz sind es genau die hier erlebten Geschichten, die einem am längsten im Gedächtnis bleiben. (weiterlesen…)

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Tischgespräch: ‚In Zügen lernt man das wahre China kennen’

27. Oktober 2010 veröffentlicht in Wegweiser
Einsteigen bitte!

Einsteigen bitte!

Linlin Scheunemann ist China Tours Kundenberaterin. Als gebürtige Chinesin kennt sie sich natürlich bestens aus in ihrem Heimatland. Wir wollten von ihr wissen, was man auf Zugfahrten beachten muss. Vom Ticketkauf bis zum Zielbahnhof.

Frage: Das Wichtigste zuerst. Wo besorge ich mir die Zugtickets?

Linlin Scheunemann: Der einfachste Weg ist natürlich der Schalter am Bahnhof. Man stellt sich an, sagt wann man wohin reisen möchte, bezahlt und bekommt die Tickets. Nichts leichter als das. Natürlich weiß ich, dass es für Ausländer nicht so einfach ist, seine Wünsche klar zu formulieren. Wenn man über sprachliche Grundkenntnisse verfügt, empfiehlt es sich, sich nicht vom Trubel am Schalter aus der Ruhe bringen zu lassen. (weiterlesen…)

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Was muss man wissen über das Taxifahren in China

06. Oktober 2010 veröffentlicht in Wegweiser

Taxi in China

Für Neuankömmlinge im Reich der Mitte ist das Taxi wohl der erste Ort, an dem sie mit Einheimischen ins Gespräch kommen. Besonders da viele Exemplare der Spezies Taxifahrer doch eher von der kommunikativen Sorte sind, eignet sich der allabendliche Heimweg für einige erste Kontakte mit der hiesigen Sprache und Kultur.

Angeblich soll dieses Erlebnis jetzt auch Besuchern möglich gemacht worden sein, die des Chinesischen nicht mächtig sind. Immerhin haben alle Taxifahrer zumindest in Peking und Shanghai anlässlich der letzten Olympischen Spiele und der Expo 2010 Englischkurse spendiert bekommen. Inwiefern diese jedoch tatsächlich gefruchtet haben, sei mal dahingestellt und hängt wohl auch sehr vom sprachlichen Talent der jeweiligen Schüler ab.

Auf jeden Fall ist es immer interessant, festzustellen, welche Vorurteile und Konzeptionen zu Deutschland sich in den Köpfen Einiger festgesetzt haben. (weiterlesen…)

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Chinas TOP 5 – Kommunikationsmittel der Chinesen

05. Oktober 2010 veröffentlicht in Nahaufnahme
Kommunikation in China

Kommunikation in China

Top 1 – Das Handy

Unglaubliche 23 Mrd. (!) SMS verschicken die ca. 800 Mio. chinesischen Handynutzer pro Woche. Das macht sich natürlich im Alltagsbild bemerkbar. Egal ob beim Einkaufen auf dem Markt oder im Einkaufszentrum, im Bus, im Taxi oder auf dem Fahrrad, an der Dumpling-Bude, bei McDonald’s oder im Hotpot-Restaurant – überall Menschen, die ständig mit dem Verfassen von Kurznachrichten beschäftigt sind.

Telefoniert wird mit den Handys natürlich auch. Günstige Telefontarife haben zur Folge, dass im gleichen Maße SMS geschrieben werden, wie am Telefon geplappert, diskutiert und geschimpft wird – und das zumeist in einer Lautstärke, die alle Umstehenden am Gespräch teilhaben lässt.

Ein Gerät, das täglich mehrere Stunden in Benutzung ist, will natürlich auch anständig verziert sein. – schließlich ist das Handy immer auch ein Statussymbol. Accessoires gibt es in unendlich vielen Variationen. Besonders beliebt bei jungen Nutzern: die allgegenwärtigen Comicfiguren ‚Jolly-Sheep’ und ‚Big Big Wolf’ als kleine Anhänger, Aufkleber oder Hintergrundbilder. Aber auch ältere Semester setzen voll auf Kitsch – süße Tiermotive in grellbunten Farben sind der letzte Schrei.

TOP 2 – Der Messenger (weiterlesen…)

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9. Stadtparkrevival in Hamburg

06. September 2010 veröffentlicht in Heimspiel

Stadtparkrallye 2010 in Hamburg

Stadtparkrallye 2010 in Hamburg

Seit den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts finden im Stadtpark in Hamburg Auto-Rennen statt. In den letzten Jahren wurden diese Rennen mit Oldtimern neu aufgenommen.

Am vergangenen Wochenende fand das Stadtparkrevivalrennen zum 9. Mal statt. Von der kleinen Isetta bis zum Porsche, glänzend geputzte alte Mercedes-Wagen und flotte, fast hundert Jahre alte Rennwagen waren dabei. “Dabei sein ist alles” war das Motto. Bei allerschönstem Wetter war dies Wochenende ein tolles Erlebnis! Auch wir von  China Tours waren vor Ort, denn schließlich haben wir einen besonderen Bezug zu den wunderbaren alten Autos durch unsere Oldtimer-Rallyes von Deutschland nach China. So wurden wir an unserem Stand schon wie alte Bekannte begrüßt. Natürlich gab es immer wieder (weiterlesen…)

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‚Der Weg ist das Ziel’ – Von Bremen nach Shanghai im Oldtimer

16. August 2010 veröffentlicht in Heimspiel
Oldtimer-Reise: Abenteuer auf 4 Rädern

Oldtimer-Reise: Abenteuer auf 4 Rädern

08° 48’ und 121° 28’. Diese Zahlen wirken auf den ersten Blick sehr harmlos, haben es aber in sich. Sie bezeichnen die Längengrade des Start- und des Zielortes der diesjährigen China Tours Rallye – Bremen und Shanghai.

An ihnen kann man die riesigen Dimensionen der Reise ablesen: Die Piloten werden innerhalb von 56 Tagen 113 Längengrade überqueren und unseren Planeten dabei zu fast einem Drittel auf der größten Landmasse der Erde umfahren.

Los geht es am Mittwoch, den 18.08.2010 auf dem Bremer Rathausmarkt. Dort werden die Teilnehmer vom Bremer Bürgermeister Jens Böhrnsen und der Generalkonsulin der VR China aus Hamburg, Frau Chen, auf die Reise geschickt. In 14 Old- und Youngtimern werden die Fahrer (weiterlesen…)

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Erlebnisbericht – mit der Tibetbahn von Xining nach Lhasa

21. Juni 2010 veröffentlicht in Wegweiser
Potala-Palast Frontalansicht

Potala-Palast Frontalansicht

Einen spannenden Erlebnisbericht können wir Ihnen diesmal von Nicolette Quigley  vorstellen, die durch Ihre Chinarundreise mit der Tibetbahn von Xining nach Lhasa fuhr. Nicolette erzählt sehr detailliert von der Abfahrt bis zur Ankunft über ihre persönlichen Eindrücke und Erlebnisse.

Die Abfahrt – Eines gleich vorweg: Die Tibetbahn ist ein Erlebnis in JEDER Hinsicht. Es beginnt schon am Bahnhof, wo man die tibetischen Menschen überall herumstehen sieht. Sie sind klein, mit dunkler Haut und schwarzem Haar. Fast vergleichbar mit südamerikanischen Ureinwohnern. Die Frauen haben zwei endlos lang geflochtene Zöpfe, in die sie Fäden einflechten und dann beide Zöpfe am Ende zu einem Zopf zusammenfassen. Der Zopf wirkt aber noch länger, weil am Zopfende viele lange verzwirbelte Fäden baumeln.

Endlich trifft der Zug ein. Uns wird gesagt, unsere Koffer würden uns gebracht und dann in einem separaten Gepäckwagen untergebracht. (weiterlesen…)

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