Mahjong

Mahjong – Ein Blick in die Geschichte

Mahjong ist ein altes chinesisches Gesellschaftsspiel für 3-4 Personen, das in China von allen Generationen gerne gespielt wird. Es gibt eigens dafür spezielle Tische und Lokalitäten, die vor allem Freitag abends steht’s gut besucht sind. Der Name des Spiels stammt übrigens von dem Vogel, der auf dem Bambusziegel 1 abgebildet ist. Es ist ein Hanfsperling, auf chinesische 麻雀 „Maque“. In Kanton und Japan heißt das Spiel auch Maque, auf dem chinesischen Festland und in Taiwan, nennt man es 麻将 „Majiang“. Diese beiden Formen wurden durch ältere Umschriften ins Englische und Deutsche später zu Mah-Jongg bzw. Mahjong.

Oben: ein drilling aus Bambus 1 Ziegeln. Unten: eine Reihe der Bambusziegel 2-4.

Ursprungslegende

Die Herkunft und Geschichte von Mahjong sind umstritten, eine Legende besagt, dass eine Frau des Königs von Wu sich langweilte und aus lauter Langeweile anfing, Bilder in Steine aus Elfenbein und Bambus Figuren in Form zu schnitzen, sodass sie heutigen Domino-Steinen ähnelten. Daraus entwickelte sie ein Spiel. Als sie fertig war, lud sie ihre Zofen ein, um es gemeinsam auszuprobieren. Mahjong Spiele gibt es heute in den verschiedensten Ausführungen. Als Kartenspiel mit Mahjong Motiven oder mit Spielsteinen aus Perlmutt, Elfenbein, Knochen, Holz, Stein oder eine Kombination verschiedener Materialien. Heute werden sie hauptsächlich aus Plastik hergestellt.

 

Historiker glauben …

Mahjong war lange Zeit ein dem Adel vorbehaltenes Spiel. Es gilt jedoch als relativ sicher, dass das Spiel ab dem 15. Jahrhundert auch bei dem einfachen Volk bekannt war. Historiker glauben, dass Mahjong von alten chinesischen Domino- und Kartenspielen inspiriert worden sein könnte. Derartige Spiele gab es in China bereits im 10. und 11. Jahrhundert. Einfacher ist der Ursprungsort. Man geht davon aus, dass das Spiel in den Provinzen rund um Shanghai, also Zhejiang, Jiangsu und Anhui entstanden ist. In keinem anderen Teil Chinas wurden Hinweise gefunden, die früher als 1900 datieren. Die ältesten schriftlichen Funden sind aus den 1880er Jahren, Kritiker bezweifeln daher, dass das Spiel viel früher entstanden sein soll.

„Shanghai“

Nach 1910 kam das Spiel nach Japan und erfreut sich dort seither großer Beliebtheit. 10 Jahre später brachte es der Amerikaner Joseph Babcook nach Amerika. Die große Begeisterung, mit der das Spiel aufgenommen wurde, war aber nicht von langer Dauer, knapp 10 Jahre später verlor das Spiel bereits stark an Interesse. Heute ist das eigentliche Mahjong außerhalb Chinas und Japans kaum noch bekannt. Mitte der 1980er Jahre wurde Mahjong zunächst unter dem Namen “Shanghai” als Computerspiel wieder entdeckt, allerdings mit neuen Regeln, damit eine Person es alleine spielen konnte. Dieses Denkspiel ist was heute viele Westler unter Mahjong verstehen. Eine Drachen oder Schildkröten ähnliche Figur aus Mahjong Steinen, von der man paarweise die Steine vom Tisch nehmen muss.

Shh! Ich muss mich konzentrieren!

Ein Glücksspiel mit Köpfchen

Nach 1930 entwickelte sich Mahjong mehr und mehr zum Glücksspiel. Anders als bei Würfelspielen, ist es bei Mahjong aber möglich zu erraten, welche Ziegel die Mitspieler benötigen, oder welche Ziegel man zieht. Daher ist es kein reines Glückspiel, bzw. gilt als ein niveauvolleres Glücksspiel als die meisten anderen. Das ist auch ein Grund dafür, warum es sich in China so großer Beliebtheit erfreut. Viele Eltern sehen es daher aber auch nicht so gerne, wenn ihre Kinder Mahjong spielen, auch wenn nicht bei jedem Mahjong Sspiel automatisch um Geld gespielt wird.

Wer es selbst einmal ausprobieren möchte, kann sich diese Spielanleitung einmal anschauen.

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Für Sie schreibt: China Tours

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