Nationalpark Zhangjiajie als Inspiration für Science-Fiction-Film

Kommt Ihnen diese Landschaft bekannt vor? Vielleicht aus einem bekannten Kinofilm?

Genau, denn diese außergewöhnlichen Felsformationen waren ein Vorbild für den erfunden Planeten Pandora im Film „Avatar“. Doch wer dachte, das wäre alles nur erfunden, der hat sich getäuscht. Im Nationalpark Zhangjiajie in der chinesischen Provinz Hunan gibt es wirklich solche Felsnadeln. Und zwar Hunderte von Ihnen, die bis zu 1000m in den Himmel ragen.

Schnellster und längster Außenfahrstuhl der Welt

Seit dem Film Avatar, der auch in China sehr erfolgreich war, sind die Besucherzahlen enorm gestiegen. Hauptsächlich Chinesen sind in dem Nationalpark zu finden, doch auch mehr und mehr Europäer finden den Weg zu der einmaligen Kulisse. Die touristische Infrastruktur wurde stark verbessert, sodass Gäste nun mit Shuttlebussen und Elektroautos von einem Highlight zum nächsten transportiert werden können.  Auch ein technisches Highlight sollte man dort nicht verpassen: Auf einen der Aussichtspunkte fährt der wohl schnellste und längste Außenfahrstuhl der Welt hinauf. Er schafft 326 Meter in nur drei Minuten.

Das Fremdenverkehrsamt und die örtliche Verwaltung begriffen schnell, dass der Boom der Region mit dem erfolgreichen Film zusammen hängt. Um die Zahlen noch weiter in die Höhe zu treiben, benannten Sie einen der beliebtesten Felsen Qian Kun Zhu („Himmel-Erd-Säule”) einfach in den „Halleluja-Hügel“ um.  Denn auf Pandora werden die schwebenden Gesteinsmassen ebenfalls so genannt.  Doch das entfachte viel Empörung und Gegenstimmen, sodass der seit Jahrhunderten alte Name Qian Kun Zhu  wieder verwendet wurde. Er steht für die typisch chinesische Landschaft, die im Einklang des Kräftefeldes von Yin und Yang stehen soll.  Man einigte sich noch auf den Zusatz „Vorbild für den Halleluja-Berg“. Und auf dieses Vorbild ist der Nationalpark besonders stolz.

Glückschlösser

Auf großen Plakaten werden das Original und die Filmkopie verglichen, die sich wirklich sehr ähneln. Außerdem können Verliebte an den Geländern des steilen Aufgangs Glücksschlösser anbringen, die vor Ort graviert werden können.

Der Film Avatar hatte in China nicht nur wegen der technischen Brillianz großen Erfolg, sondern auch weil viele Chinesen eine versteckte politische Botschaft erkennen. Das Eindringen skrupelloser Geschäftemacher in die paradiesische Heimat der Na’vi, wie die Hauptfiguren im Film heißen, erinnere viele chinesische Kinobesucher an die Vertreibung von ihrem eigenem Grundstück.

Auch kleine Geschäftsmänner versuchen mit dem Avatar-Thema Geld zu machen. So werden beispielsweise im Park auch Avatar T-shirts zu stolzen Preisen verkauft. Doch hat der Touristenboom auch seine Nachteile. Zumindest geht es seit den Anstürmen nicht mehr so gesittet im Nationalpark zu, wie zuvor. Schilder, wie zum Beispiel „Reden Sie nicht zu laut!”, „Niesen Sie nicht anderen ins Gesicht!” oder auch „Versuchen Sie nicht, ungefragt Schnappschüsse von unseren ausländischen Freunden zu machen” sollen jetzt wieder für mehr Ordnung sorgen.

Avatar

Für Sie schreibt: China Tours

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