Top 5 Sehenswürdigkeiten Xian: Das Tor zum Westen

Xi’an, die Hauptstadt der Provinz Shaanxi liegt im Zentrum Chinas und hat insgesamt mehr als 8 Millionen Einwohner. Der Name bedeutet übersetzt „Tor zum Westen“. Die Stadt hat eine über 3.000 Jahre alte Geschichte und war während der Qin-Dynastie die erste Hauptstadt des Reichs der Mitte. Damals war sie noch unter dem Namen Chang’an, „langer Frieden“, bekannt. Erst im Jahr 1369 wurde der Stadt der heutige Namen Xi’an gegeben.

Die Provinzhauptstadt war der Ausgangspunkt der Seidenstraße, der berühmtesten Handelsroute der Welt. Neben seiner langen Geschichte ist Xi’an mittlerweile besonders für die berühmte Terrakotta-Armee bekannt, die im Jahre 1974 entdeckt wurde. Xian hat einen großen internationalen Flughafen, die Flugzeit von Peking dauert knapp zwei Stunden. Inzwischen kann die Stadt auch per Hochgeschwindigkeitszug von Peking aus erreicht werden, die Fahrt dauert etwa fünf Stunden.

Wir möchten Ihnen die Top 5 Sehenswürdigkeiten in Xi’an vorstellen, die Sie auf Ihrer Reise nach Xi’an nicht verpassen sollten.

Terrakotta-Armee

Die meisten der Besucher kommen nach Xi’an um einmal im Leben die berühmte historische Sensation zu bestaunen: die Terrakotta-Armee. Die Armee, die auf eine Größe von 7.000 bis 8.000 Kriegern geschätzt wird, war eine Grabbeilage des Kaisers Qinshi Huang Di. Die Arbeiten begannen auf eigenen Wunsch bereits zu Lebzeiten des Kaisers. Insgesamt sollen bis zu 700.000 Zwangsarbeiter 30 Jahre lang an dem Grab gearbeitet haben.

Entdeckt wurden das Mausoleum bzw. die ersten Krieger zufällig im Jahre 1974. Zu dieser Zeit machten einige lokale Bauern Aushebungen um einen Brunnen anzulegen und stießen dabei auf erste Terrakotta-Scherben. Weitere Ausgrabungen folgten und so wurden mit der Zeit immer mehr Teile der Terrakotta-Krieger freigelegt. Bis zum heutigen Tage ist jedoch nur ein kleiner Teil, etwa ein Viertel der gesamten Armee, ausgegraben.

Neben den bekannten, lebensgroßen Terrakotta-Kriegern wurden auch Waffen, Pferde, sowie zwei große Bronzegespanne freigelegt. Diese waren mit Silber- und Goldelementen verziert und gelten als die frühsten und technisch am weitesten fortgeschrittenen Gespanne ihrer Zeit. Wenn Sie sich die Krieger genauer anschauen, werden Sie feststellen, dass jede einzelne der Terrakotta-Figuren ein Unikat ist.

Das ehemalige Ausgrabungsgelände wurde inzwischen in ein großes Museumsgelände umgebaut. Für den Besuch aller Ausstellungsbereiche sollten Sie etwa zwei bis drei Stunden einplanen. Die der Öffentlichkeit zugänglichen Bereiche sind in drei große Hallen aufgeteilt. In der ersten Halle stehen in einem Bereich von ca. 200 Metern Länge und 60 Metern Breite etwa 6.000 Terrakotta-Krieger mit ihren Pferden und Waffen ausgerüstet. In der zweiten Halle findet man weitere Krieger, viele auch in kniender Form, sowie jede Menge Streitwagen mit Pferden. Die letzte Halle ist die Ausstellungshalle der sehr gut erhaltenen Streitwagen aus Bronze, die größten jemals weltweit gefundenen.

Große Wildganspagode

Die 64 m hohe Wildganspagode gilt als das Wahrzeichen der Stadt. Sie ist Teil der Tempelanlage „Dacien Si“ und wurde bereits im Jahre 652 vom Kaiser Gaozong zu Ehren seiner toten Mutter errichtet. Die insgesamt 7 Stockwerke können Sie über eine Holztreppe erklimmen. Von oben haben Sie dann einen tollen Ausblick auf die umliegende Umgebung.

Auf dem nördlichen Vorplatz des Tempels können Sie am Abend nach Sonnenuntergang die inzwischen berühmte Brunnen- und Musikshow erleben. Wasserfontänen und Musik werden hierbei harmonisch miteinander synchronisiert und mit Hilfe von Lasern in die verschiedensten Farben getaucht. Auch die umliegenden Gebäude sowie die Große Wildganspagode werden beleuchtet in tollen Farben angestrahlt, was für eine sehr schöne Atmosphäre sorgt.

Alte Stadtmauer

Die vollständig erhaltene Stadtmauer Xi’ans ist eines der Highlights der Stadt. Die Mauer ist 14 km lang, 12 m hoch und am Boden bis zu 18 m breit. Sie umschließt das historische Stadtzentrum und ist komplett begehbar, an einigen Stellen sind sogar noch Teile des Wassergrabens erhalten.

Der Bau einer Stadtmauer im ehemaligen Chang’an begann bereits 582, die eigentliche Mauer wurde jedoch erst im 14. Jahrhundert zu Beginn der Ming-Dynastie gebaut. Sie können die Mauer zum Beispiel zu Fuß erkunden oder sich von einem Rikscha-Fahrer fahren lassen. Besonders viel Spaß macht jedoch, die Mauer auf einem Fahrrad oder Tandem zu erkunden. Auf diese Weise können Sie die Stadtmauer problemlos einmal komplett umrunden.

Muslimisches Viertel & Große Moschee

In Xi’an leben ca. 80.000 Muslime, die sich in einem Viertel der Altstadt angesiedelt haben, dem sogenannten „Muslimischen Viertel“. Es lohnt sich, durch diese lebhaften Straßen und das Labyrinth der Gassen zu streifen. Neben orientalischen Märkten gibt es hier auch viele köstliche Speisen zu entdecken, Gewürzhändler mit orientalischen Produkten sowie kleine Handwerksläden. Am Abend gibt es hier auch einen Nachtmarkt, auf dem Sie die viele verschiedene lokale und auch muslimische Gerichte probieren können.

Inmitten des muslimischen Viertels der Altstadt befindet sich die im 18. Jahrhundert errichtete Große Moschee. Sie gilt als die Schönste Chinas und ist sehr gut erhalten. Sie ist zwar nach Mekka ausgerichtet, erinnert vom Gebäude her aber eher an einen buddhistischen Tempel. Der Vorhof der Anlage ist für die Besucher freigegeben. Bitte beachten Sie aber, dass die Gebetsräume nur Muslimen vorbehalten sind.

Kulinarisches Highlight: Xi’an‘s Jiaozi-Bankett

Jiaozi sind eine Art gedämpfte (oder manchmal auch gebratene) Teigtaschen, die es mit den verschiedensten Teigtaschen gibt. Gerade in der Küche der nördlichen Provinzen Chinas sind sie häufig vertreten, doch auch Xi’an ist für seine Jiaozi bekannt.

Das sogenannte Jiaozi-Bankett ist eine köstliche Besonderheit der Stadt, das Sie unbedingt ausprobieren sollten. Dabei werden Ihnen in verschiedenen Gängen Jiaozi in den außergewöhnlichsten Formen und Geschmacksrichtungen serviert. Die Form lässt oft erkennen, was die Füllung ist. So wandern der Reihe nach kleine, aus Teig geformte Schweinchen, Fische oder auch Enten auf Ihren Tisch. Serviert werden sie gewöhnlich in den traditionellen Bambuskörbchen, in denen sie auch gedämpft werden.

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Für Sie schreibt: China Tours

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