Guangfu – Ein verstecktes Paradies in Chinas Osten

In der Nähe von Suzhou liegt die historische Stadt Guangfu. Die kleine, 2.500 Jahre alte Stadt ist perfekt um sich zu entspannen, die Seele baumeln zu lassen und ist außerdem ein echter Geheimtipp.

Auf einer Halbinsel im Tai-See, am Fuß des Dengwei Shan, liegt die Stadt Guangfu – eines von Suzhous am besten gehüteten Geheimnissen. Die alte Stadt ist ein wunderbares Ausflugsziel für entspannte Nachmittage, Spaziergänge unter hundertjährigen Osmanthusbäumen und blühenden Pflaumenhainen und Endecktungstouren auf Tempelhöfen und Pagodentürmen. Bei Ausländern kaum bekannt, ist Guangfu vor allem ein Ziel für Einheimische aus der Umgebung. Tatsächlich verirren sich nur ein paar Westler pro Jahr nach Guangfu.

Um einen Eindruck von den Sehenswürdigkeiten in Guangfu zu gewinnen, haben wir die schönsten Höhepunkte für Sie herausgesucht:

Kuan-Yin Bronze Tempel

Kuan-Yin Bronzetempel, Guangfu, Jiangsu, China 

Dieser 1.500 Jahre alte Temple diente ursprünglich als private Residenz, wurde jedoch in der Regierungszeit der Kaiserin Wu Zetian in einen Tempel umgewandelt. In der Zeit der Song Dynastie grub ein Dorfbewohner bei Feldarbeiten eine Bronze Statue der Göttin Kuan-Yin aus. Diese schenkte er dann dem Tempel. Seit dem trägt der Kuan-Yin Bronze Tempel seinen Namen.

Der Tempel besteht aus einer Haupthalle, einer westlichen Halle, einer Pagode sowie einer Brücke. Brücke und Westhalle sind Rekonstruktionen aus der Zeit der Qing-Dynastie. Die Guangfu-Pagode befindet sich hinter dem Tempel, auf der Spitze des Guishan Hügels und besteht aus roten Ziegeln und Holz. Die im Pavillon-Stil erbaute Pagode ist sieben Stockwerke hoch und bietet ihren Besuchern einen atemberaubenden Blick über die Umgebung. Die Guangfu-Tempelbrücke ist 16 Meter lang und ist mit für die Song Dynastie typischen Motiven verziert. Ein besonderes Highlight sind die beiden Drachen, die mit einer Perle fangen spielen.

Der Stein- und Bambusgarten von Guangfu

Im Westen der Stadt befindet sich Guangfus Stein- und Bambusgarten, ein Museum, in dem etwa 100 Arten Bambus beheimatet sind. Außerdem prägen 1.000 verschiedene Steine und Felsen die Ausstellung. Der Garten ist in sechs verschiedenen Zonen unterteilt, welche sich jeweils einem anderen Thema widmen. In Zone Eins stehen große Felsbrocken und Bambussträucher im Vordergrung. Zone Zwei beherbergt einheimische Tiere während in Zone Drei Steinskulpturen ausgestellt werden. Zone Vier steht ganz im Zeichen der  Fossilien, Zone Fünf stellt Edelsteine aus während in der letzten und sechsten Zone Erze bestaunt werden können. Der Stein und Bambusgarten ist das perfekte Ausflugsziel für Naturliebhaber und Hobbygeologen.

Das Meer des duftenden Schnees – Xiang Xue Hai

Auf dem Dengwei Shan befindet sich einer der vier beliebtesten Orte in China, um die Pflaumenblüte zu besichtigen. Die Tradition Pflaumenbäume zu pflanzen, hat auf dem Dengwei Shan eine lange Geschichte und wird außerdem hoch geschätzt. Es gibt sogar ein Sprichwort, welches besagt, dass die Pflaumenblüten des Dengwei Shan die schönsten unter allen Himmeln seien. Ein weiteres lohnendes Besichtigungsziel ist der Pflaumenblüten-Pavillon, welcher einen wunderbaren Ausblick auf die blühenden Pflaumenbäume bietet. Sehr zu empfehlen ist eine Tasse Tee im Pavillon zur Duftenden Pflaume, der sich etwa auf halber Höhe des Berges befindet. Die Blütezeit dauert ca. vier Wochen und beginnt im Frühjahr. Auch im Sommer zur Camelienblüte ist das Xiang Xue Hai ein lohnendes Ausflugsziel, welches jeden Besucher verzaubert.

Seide und Olivenkern-Schnitzereien aus Guangfu

Guangfu ist für seine Seide bekannt und gilt als einer der Ursprungsorte der Suzhou-Seide. Die Seide aus Guangfu zeichnet sich durch ihre eleganten Farben, die feinen Stickereien und ihre wunderschönen Muster aus. Ein weiteres Kunsthandwerk, für das Guangfu bekannt ist, sind die Olivenkern-Schnitzereien. Diese feinen Schnitzereien sind  sehr zart gearbeitet und erstaunlich detailreich. Die Olivenkernfiguren aus Guangfu sind besonders lebensecht gestaltet und folgen ganz bestimmten Mustern, an denen man leicht ihren Ursprungsort erkennt. Die vier Themen, denen die Künstler folgen, sind: Glücksbringer, Märchen und örtliche Folklore, Naturpanoramen sowie klassische chinesische Gärten.


 

Anna Brückner

Für Sie schreibt: Anna Brückner

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