Berlin-Peking Oldtimerrallye 2019: Buchara-Samarkand (Tage 19-20)

Am 24. August 2019 sind 8 Teams in ihren eigenen Oldtimern und unser Service-Car auf das 52-tägige Abenteuer von Berlin nach Peking, gestartet. Die Etappe an Tag 19 führte von Buchara nach Samarkand. Der Tag 20 stand im Zeichen einer ausführlichen Stadterkundung Samarkands. Vielen Dank wie immer unserem Rallyebotschafter Bernd Andrich für Berichte und Fotos, ebenso Team “Grey Lady” für die Fotos.

Tag 19: Buchara-Samarkand 278 km

Nach dem Frühstück luden wir unsere Sachen in den Bulli und begaben uns auf die 278 km kurze Fahrt nach Samarkand. Überall wuselten Fahrzeuge auf den breiten Straßen. Besonders die vielen gelben Taxis dominierten wieder den Verkehr. Die Straßen der Innenstadt waren sehr sauber. Die Grünanlagen und die grünen Straßenbäume hellten das Stadtbild auf. Am Stadtrand gab es Apfelplantagen, Weinanbau, Sonnenblumen- und Baumwollfelder. In einem Minimarkt kauften wir noch schnell Reiseverpflegung wie Brot, Wurst und Schokolade ein. Es gab alles, was der kleine Haushalt benötigt. Viele bekannte Produkte aus Europa. Auch in großen Supermärkten war das so. Die Globalisierung hat längst auch Asien erreicht.

Während unserer Fahrt kamen wir an vielen Tankstellen und Bistros vorbei. Man hätte wohl alle 2 km Gas, Benzin und manchmal auch Diesel in den Tank füllen können. Etwa 15 km vor Samarkand gab es wieder eine anstrengende Rüttel- und Schüttelpiste vom Feinsten. Als der Staub sich verzogen hatte, konnte man die Stadt Samarkand schon sehen. In der Vorstadt gab es viele neue Wohnhäuser. In der Ferne hoben sich Konturen von Bergen ab. Samarkand liegt auf einem Plateau in 700 m Höhe.

Der Nachmittagsverkehr war beachtlich und behinderte etwas die Sicht. So kam es, dass wir die Einfahrt zum Hotel Alexander verfehlten. Also, wenden und neuen Anlauf nehmen. Um 15.45 Uhr parkten wir hinter dem Hotel ein. Der große Parkplatz war ohne Wegweisung des Personals schwierig zu finden. Das Hotel Alexander wurde im Mai 2019 eröffnet und hat ansprechende Zimmer.

Am Abend fuhren wir mit dem Bus in ein schönes Restaurant in der Altstadt. Wegen der Höhenlage war es schon recht kühl.

Die Rallyeteilnehmer am Registan-Platz, Samarkand

Tag 20: Samarkand – Stadtbesichtigung

Samarkand ist die einzigartige „Steinerne Stadt“ an der Seidenstraße. Sie ist etwa 2.700 Jahre alt. Mit ihren annähernd 450.000 Einwohnern ist sie die zweitgrößte Stadt Usbekistans. Wechselnde islamische und mongolische Herrschaft beeinflussten wesentlich die Entwicklung. Wegen ihrer herausragenden islamischen Architekturdenkmälern wurde die Altstadt von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die 7 Stunden Stadtrundgang waren anstrengend, aber ein echtes Erlebnis. Larisa, unsere Reiseleiterin in Usbekistan, konnte uns immer wieder interessante Fakten zur Geschichte und zur Architektur nahebringen, ohne dass Langeweile aufkam. Herausragend war der Besuch der drei Medresen auf dem Registan-Platz, die als Koranschulen und wissenschaftliche Einrichtungen mit Lehrbetrieb funktionieren. Die Gebäude gehören zu den schönsten Bauwerken des Orients. Der zweite Besuch dort am Abend war der Höhepunkt des Tages. Mit Licht und Musik wurde das gesamte Ensemble in Szene gesetzt. Staunend folgten hunderte Besucher und ich der wunderbaren Inszenierung. Mich berührte alles besonders. In 2004 habe ich mit Lichtdesignern und anderen Partnern das Berliner „Festival of Lights“ ins Leben gerufen. Seitdem zieht es jährlich im Oktober tausende Besucher in die Bundeshauptstadt um die künstlerisch mit Licht gestalteten Bauten zu sehen.

Ein Muss ist der Besuch des Basars. Auf einer riesigen Fläche von der Größe zweier Fußballfelder werden Gewürze, Obst, Gemüse, Brot und, und, und ….. angeboten. Es ist ein Treiben, wie es wohl schon vor hunderten Jahren an der Seidenstraße üblich war. Zwischendurch haben wir in der Nähe des Basars in einem der gemütlichen Restaurants eine Zwischenmahlzeit eingenommen und die Füße dabei entspannt.

Am Südost-Hügel des Afrosiab liegt die bemerkenswerte Nekropole Shohizinda. Sie besteht aus 11 Mausoleen, die in Etappen zwischen dem 14. bis 15. Jahrhundert erbaut wurden. Diese imposanten Grabstätten sollten in keinem Besuchsprogramm fehlen.

Morgen steuern wir die Hauptstadt Usbekistans, Taschkent, an: 312 km sind zu meistern.

Wir wünschen allen eine pannenfreie Weiterfahrt und viele Eindrücke auf den nächsten Etappen in Usbekistan nach Tashkent und ins Ferghanatal.

Seien Sie beim nächsten Abenteuer auf der New Silk Road mit dabei:

 

Avatar

Für Sie schreibt: Bernd Andrich

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.