Berlin-Peking Oldtimerrallye 2019: Dengfeng – Anyang (Tage 45-46)

Am 24. August 2019 sind 8 Teams in ihren eigenen Oldtimern und unser Service-Car auf das 52-tägige Abenteuer von Berlin nach Peking gestartet. An den Tagen 45 und 46 rollten die Teams von Dengfeng bis nach Anyang. Wir danken unserem Rallyebotschafter Bernd Andrich für die Texte und Fotos, ebenso Team „GreyLady“ für die Fotos, Xie Xie!

Tag 45: Dengfeng – Anyang 270 km

Die Sonne schien endlich wieder. Wegen der kurzen 270 Autobahn-Kilometer fuhren wir erst um 10.30 Uhr vor unserem Zhongzhou Leading Hotel ab. Vor dem Losfahren machte ich bei gutem morgendlichem Fotolicht Aufnahmen von unseren Oldtimern für den Blog. Es sind ja nur noch 3 Tage bis zum Finale in Peking.

Auf der Autobahn ging es mit Swend als Driver sehr zügig voran. Die meisten Bäume, Felder und sonstige Pflanzen links und rechts von uns vorbeischwebten, waren noch grün. Der goldgelbe Herbst hatte noch nicht Einzug gehalten. Betongold war jedoch unser ständiger Begleiter. Gemeint sind die auch hier immer wieder auftauchenden Wohnkomplexe mit 50 und mehr Hochhäusern. Überall werden Wohnungen gebaut. Bei einem jährlichen Bevölkerungszuwachs von nur 2 Prozent entsteht ein Wachstum von etwa 28 Millionen Menschen.

Um 14.00 Uhr hatten wir unser Hotel in Anyang erreicht. Die Stadt hat etwa 800.000 Einwohner. Sie unmittelbar in der Nähe des Taihang- Gebirges. Morgen werden wir dahin mit unseren Oldtimern eine Tour machen. Heute ist genug Zeit, meine Wäsche in die Reinigung zu geben, der Familie und Freunden zu schreiben.

Tag 46: Anyang – Taihang Canyon (Ausflug) 250 km

Bei Sonnenschein starteten wir am Morgen im Konvoi in die bis zu 2.000 m ansteigende Hochebene des Taihang-Gebirges. Mit einer Ausnahmegenehmigung und in Begleitung des Ticketmanagers durften wir mit unseren Oldtimern in den Naturpark des Taihang-Canyon hineinfahren. Das ist normalerweise nur den Bussen des Naturparks vorbehalten.

Wir machten an den drei möglichen Aussichtspunkten halt. In 1.000 m Höhe schauten wir in die Tiefe des Canyons. Unten lag ein Ort dessen Häuser wie Spielzeug aussahen. Die bewaldeten Berge erhoben sich links und rechts über uns. Der höchste Gipfel erreicht 2.900 m. Im Sonnenschein war das ein wunderbarer Anblick. Der Höhepunkt und eine Mutprobe war das Überqueren der neuen Hängebrücke. Sie ist 44 m lang und hat einen Glasboden, durch den ich mich erst einmal nicht traute, in die Tiefe zu schauen.

Mit dem Blick stur geradeaus bewegte ich mich mit weichen Knien vorwärts. Plötzlich gab es Geräusche von splitterndem Glas. Die Platte auf, auf der ich stand bekam Risse. Ich sprang zum Geländer und hielt mich fest. Die Mutigen vor mir lachten, denn es war eine Videoanimation in der Bodenplatte. Der Schreck saß mir trotzdem in den Gliedern. Als ich mich erholt hatte, wagte ich einen Blick auf die unter mir liegenden Spielzeughäuser. Ich musste alles auf Fotos festhalten.

Nach einem Erholungsaufenthalt im Garten eines Restaurants mit schönem Blick in den Canyon fuhren wir zurück nach Anyang. Ein tolles Erlebnis. Wir haben noch zwei Tage bis Peking

 

Wir wünschen allen Teilnehmern gute Weiterfahrt auf den letzten Etappen in China!

Seien Sie beim nächsten Abenteuer auf der New Silk Road mit dabei:

 

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Für Sie schreibt: Bernd Andrich

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