Diaolous von Kaiping

Barock im Reisfeld

Wenn Herr Min bis in den fünften Stock auf die Dachterrasse klettert, fällt sein Blick auf ein Meer einsamer Türme, die wie arrangiert aus den grünen Reisfeldern ragen. Bis zum Horizont ziehen sich die „Diaolous“, bis zu acht Stockwerke hoch, jedes einzelne individuell verziert. Dennoch haftet den Türmen etwas Düsteres an. Sind es die Faust-dicken Fensterladen aus Metall, die Schießscharte? Die gewaltigen Mauern, die zahlreichen Einschusslöcher an den Monsun-zerfressenen Fundamenten?

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Faszinierende Aussichten vom Central Green Trail

Hongkong (Teil 2): Orte der Ruhe

Es lockt ein ganzer Markt mit kleinen Ständen, in denen Wahrsager ihr Handwerk anbieten. Besonders junge Hongkonger wagen sich hier in eine von ihrer modernen Heimatstadt so ganz unterschiedliche Welt, um sich ihr zukünftiges Liebesglück inmitten des allgegenwärtigen Dufts von Räucherstäbchen weissagen zu lassen. Dabei sind vom Handflächenlesen bis zum Schicksalshölzer-Ziehen alle Möglichkeiten vertreten, um Einsichten in noch Kommendes zu bekommen. Und natürlich werden auch die passenden Glücksbringer verkauft, welche die Träger gegen zukünftiges Pech schützen sollen.
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an der Nathan Road in Kowloon

Hongkong (Teil 1): Das Pulsieren der Stadt

Hong Kong – eine Stadt die auf die Sinne eindrischt wie ein Presslufthammer auf den Asphalt, den er spalten will. Eng, bunt, laut. Dabei fehlen im Vergleich zu chinesischen Großstädten die hupenden Autos, die sich zu laut unterhaltenden, ja fast schon brüllenden Menschen und die – soviel Raum sei den gängigen Vorurteilen ausnahmsweise eingeräumt – gelegentlichen inbrünstigen Spuckgeräusche auf der Straße. Doch auch ohne diese kann die einstige britische Kolonie durchaus überfordern mit ihren Strömen von Menschen, die zwischen Weiterlesen

Stefan Bornholdt informiert

Tischgespräch: ‚Ich packe meinen Koffer und nehme einen Anorak und Taucherflossen mit’

Ich packe meinen Koffer und nehme einen Anorak, Thermounterwäsche, Mütze, Schal und Handschuhe (Peking und Harbin und zum Teil auch Shangai) mit. Dann fahre ich weiter nach Hainan und fülle meinen Koffer auf mit Bademode, Taucherflossen, Schnorchel, Hawaiihemden und Flip Flops. Sie sehen, China lässt sich nicht auf eine Jahreszeit festlegen, gerade das macht es so spannend.
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