Die chinesische Sprache und ihre Töne

Hochchinesisch (oder auch Mandarin genannt) gilt als eine der am schwersten zu erlernenden Sprachen der Welt. Im Gegensatz zu anderen komplizierten Sprachen, wie etwa dem Schwedischen oder dem Russischen, liegt die Problematik des Mandarin jedoch nicht in der Grammatik. Denn diese ist vergleichsweise einfach, da es keine Deklinationen oder Unterscheidungen nach Geschlecht gibt. Auch der Satzbau ist dem Deutschen gar nicht so unähnlich. Schwierig wird es erst wenn es um die Aussprache geht. So kennt das Mandarin vier verschiedene Töne (oder ganz genau genommen fünf). Eine Silbe, etwa „ma“, kann unterschiedlich gesprochen werden und auch etwas anderes bedeuten.

  • Im ersten Ton, der in einer etwas höheren Tonlage und recht langgezogen gesprochen wird, kann „ma“ beispielsweise „Mutter“ bedeuten und wird 妈 geschrieben.
  • Das „ma“ im zweiten Ton wird so gesprochen wie ein deutsches Satzende, wenn man beabsichtigt, eine Frage zu stellen. Es kann „Hanf“ bedeuten und wird dann 麻 geschrieben.
  • Der dritte Ton wird zunächst von der Tonlage her fallend und anschließend wieder ansteigend gesprochen. Das „ma“ im dritten Ton kann etwa „Pferd“ (马) heißen.
  • Beim vierten Ton spricht man die Silbe so, dass sie nach hinten abfällt. Dies lässt den vierten Ton etwas streng wirken. Zufälligerweise passt bei der Silbe „ma“ im vierten Ton auch ihre Bedeutung, nämlich „schimpfen“ (骂).
  • Wie bereits angedeutet gibt es noch einen „fünften“ Ton. Dieser wird meist nicht offiziell als eigener Ton genannt, ist aber als ein solcher zu sehen. „Tonlos“ wird eine Silbe manchmal am Ende eines Satzes, vor allem dann, wenn sie als Partikel fungiert. So ist ein tonloses „ma“ (吗) am Satzende etwa ein Fragepartikel. Allerdings bedeutet „tonlos“ nicht, dass die Silbe nicht gesprochen wird. Sie wird durchaus gesprochen, jedoch eher in einer sehr gehauchten, kurzen Variante.

Um die chinesische Sprache zu erlernen braucht es oftmals etwas länger. Vor allem benötigt man dafür ein gutes Sprach- und am besten auch Tongefühl. Musiker sollten es hierbei also etwas leichter haben als Menschen, die nicht so musikbegabt sind. Am schnellsten bringt man seine Sprachkenntnisse – wie auch bei anderen Sprachen – durch entsprechende Sprachreisen auf Vordermann. Ein empfehlenswerter Anbieter dafür ist etwa Solegro, den Sie hier finden. Viel Spaß beim Lernen!

Für Sie schreibt: Senta Mate

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.