China Tours Reise: “China auf dem Fahrrad” – Reisebericht Teil I

Einmal auf dem Fahrrad durch China, was für ein Abenteuer. Unsere China Tours Mitarbeiterin Ulrike Löhrl, erfahrene China-Expertin und leidenschaftliche China Reisende, erlebt gerade genau diese Abenteuer. Vom 13.10. – 28.10.2012 ist sie mit einer Gruppe in „China auf dem Fahrrad“, eine der China Aktivreisen, die von China Tours angeboten wird. Es geht von Peking im Norden über Xi’an nach Guilin im Süden und schließlich über Hangzhou wieder in das nördlichere Shanghai. Verfolgen Sie diese China Erlebnisreise hier, denn Frau Löhrl berichtet regelmäßig von ihren Abenteuern für Sie.

Mit dem Fahrrad durch Peking

Abenteuer Fahrradfahren in Peking – die wichtigste Regel ist: keine Angst. Wir sind heute ca. 30 Kilometer durch Peking geradelt, auf breiten Straßen mit eigener Fahrradspur und durch kleine Gässchen, wo wir einen Blick ins chinesische Alltagsleben werfen konnten. Auf der einen Seite der Hauptverkehrsstraße wachsen die Hochhäuser in den Himmel, auf der anderen Seite stehen die kleinen Häuschen ohne fließendes Wasser und mit Gemeinschaftsklo für alle Bewohner. Dort steht der ältere Mann im Schlafanzug vor seinem Häuschen, putzt sich die Zähne und sieht uns auf dem Fahrrad vorbeifahren. Vor dem nächsten Haus wäscht eine Frau ihre Wäsche in der Waschschüssel vor ihrer Haustür, zwei Hausfrauen aus dem Viertel treffen sich zufällig auf dem Fahrradweg und halten einen entspannten Plausch über ihre Einkäufe. Ganz ungerührt von dem Verkehr um sie herum.

In den kleinen Gässchen der Altstadt, den Hutongs, fallen wir als Fahrradgruppe ziemlich auf. Ein freundliches „Hello!“ und neugierige Blicke und Erstaunen darüber, dass Ausländer mit dem Fahrrad durch die Stadt fahren. Das Fahrradfahren ist entspannt und angenehm, aufpassen muss man nur auf das, was der Vordermann macht. Auf der Fahrradspur fahren häufig “Geisterfahrer” und auch Autos lassen sich von dem Schild “Fahrrad” nicht abhalten. Das ist alles nicht so schlimm, man muss nur die Augen offen halten –  gefährlich sind allerdings die Elektro-Roller, die sich lautlos von hinten anschleichen und dich plötzlich links oder rechts überholen.

Wir fahren mit Zwischenstopps im Qianmen-Viertel und am Platz des himmlischen Friedens entlang, bis zum Mittagessen. Dann weiter auf weniger befahrenen Straßen um die Verbotene Stadt bis zum nördlich gelegenen Kohlehügel. Die verspeisten Kalorien werden gleich in Bewegungsenergie umgesetzt, als wir den Hügel besteigen. Weiter geht es in die Hutong-Viertel nördlich des Glocken- und Trommelturms. Die “hinteren Seen” sind noch ruhig und idyllisch, ganz anders als abends, wenn die Bars im Houhai-Viertel mit bunten Lichtern locken und sehr viele Menschen dort unterwegs sind. Bei der gemütlichen Kaffeepause im Dachgarten eines kleinen Cafés am Ufer des Nord-Sees werden sogar Käsekuchen und Schwarzwälder Kirschtorte verspeist – hier muss niemand darben.

Die gute Nachricht ist: Es gibt noch Fahrradfahrer in Peking. Tagsüber waren es meistens ältere Menschen, die ganz gemütlich zum Einkaufen in die Markthalle fuhren, oder sonst was zu erledigen hatten, gegen Nachmittag waren es auch jüngere Leute, die das Fahrrad für ihren Arbeitsweg nutzen. Allemal besser als die überfüllten Busse!

Auf dem Weg zurück zum Hotel gegen 17:30 Uhr ist im Feierabendverkehr nochmal besondere Konzentration gefordert – es wird ziemlich schnell dunkel in China, und die Fahrräder haben kein Licht. Alle haben das Hotel gesund und munter erreicht. Das Bier zum Abschluss dieses Tages war wohlverdient.

Eine 16-tägige Erlebnisreise in das Reich der Mitte aus einer besonderen Perspektive: auf dem Fahrrad! Höhepunkte dieser Reise sind die traditionellen Hutongs in Peking, der Besuch der Terrakotta-Armee oder das Radeln in Shanghai. “China auf dem Fahrrad” von China Tours schon ab € 2.299,00. Reisedaten und weitere Informationen gibt es hier.

Ulrike Löhrl
Ulrike Löhrl

Über Ulrike Löhrl

Nach dem Magisterexamen lebte Ulrike Löhrl 2 Jahre in Tianjin, Nordchina, und unterrichtete Deutsch an der dortigen Nankai- Universität. Dadurch hatte sie engen Kontakt zum chinesischen Alltagsleben. Nach ihrer Rückkehr nach Hamburg war sie längere Zeit im Verlagswesen als Rechercheurin tätig. Seit November 2008 arbeitet sie bei China Tours. Nach ein paar Monaten in unserem Hamburger Büro wechselte Frau Löhrl zu unserem Büro im chinesischen Guilin. Im Oktober 2009 kehrte sie zu uns nach Hamburg zurück. China ist ihre Leidenschaft und sie möchte gerne anderen Menschen das Land und die chinesische Kultur näher bringen.

 

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2 Kommentare

  1. Mit dem Fahrrad durch Peking…

    was für eine spannende Idee.

    Der Bericht von Frau Löhrl ist gleichermaßen angstnehmend wie appetitanregend. Kann man da mehr lesen?

    Viele Grüße
    Wolfgang Meins

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