3 Tage Taipeh für Genießer

Taipei 101, Chiang-Kai-Shek-Gedächtnishalle, Palastmuseum… alles schon gesehen? Keine Angst! Für Reisende, die auch mal gerne abseits der typischen Touristenpfade treten, wartet Taipeh noch mit vielen weiteren Angeboten auf.

Für Kulturfans hat Taiwans Hauptstadt eine Menge zu bieten: Ein Bunter Mix aus chinesischen, japanischen und westlichen Einflüssen macht Taipeh zu einer der aufregendsten Städte der Welt. Aber auch Naturfans kommen hier auf ihre Kosten. Die schöne Lage am Danshui-Fluss und die zahlreichen grünen Lungen der Stadt sorgen für Entspannung.

Taipeh Tag 1

Morgens: Taipei Fine Arts Museum

Warum sich am ersten Tag nicht gleich künstlerisch inspirieren lassen? Das Taipei Fine Arts Museum war das erste Kunstmuseum Taiwans, das speziell für zeitgenössische Kunst konzipiert wurde. Hier werden sowohl lokale als auch internationale Künstler ausgestellt. Seit 1998 ist es zudem Hauptveranstaltungsort der internationalen Kunstausstellung „Taipei Biennale“. Diese findet alle zwei Jahre im Herbst statt – das nächste Mal vom 13. September 2014 bis zum 4. Januar 2015.

Nicht nur das Innenleben des Museums, sondern auch das Gebäude selbst ist ein Blickfang. Dieses ist an den Stil der japanischen Metabolistenbewegung angelegt und ähnelt der Architektur eines traditionell chinesischen Wohnhauses (siheyuan).

Nachmittags: Wandern auf dem Elefantenhügel

Der späte Nachmittag ist eine wunderbare Gelegenheit, Taipeh von oben zu bewundern. Der Elefantenhügel (chinesisch: Xiangshan) bietet einen besonders schönen Blick auf den Taipeh 101 und die restliche Stadt. Von hier aus kann man außerdem wunderbar den Sonnenuntergang genießen. Und das Beste: Der Elefanten-Hügel ist nur einen kurzen Fußmarsch vom Taipei 101 entfernt. Doch Vorsicht! Ein großer Teil des Wanderwegs besteht aus Stufen! Deshalb kann der Aufstieg vor allem in der Sommerhitze sehr anstrengend sein. Zum Glück dauert es bis zur Spitze aber nur 15 bis 20 Minuten!

Blick auf den 101 vom Elefantenhügel No.2

Abends: Shilin-Nachtmarkt

Nach so viel Kunst und Natur gibt es nichts schöneres, als sich bei kühlen Drinks und leckeren Snacks auf einem der zahlreichen Nachtmärkte Taipehs zu entspannen. Der größte, berühmteste und typischste ist der Shilin Nachtmarkt. Hier erfreut sich jeder Gaumen an Spezialitäten wie Kebab, Hot Pot, Maultaschen, Stinke-Tofu oder taiwanesische Würstchen mit Knoblauch-, Chili- oder Schokoladengeschmack. Dazu gibt es diverse Getränkestände mit Milch- und Kräutertees oder frische Gemüse- und Obstsäfte. Zum Nachtisch kann man dann noch ein leckeres Bao bing schlecken. Bao bing ist eine typisch taiwanesische Eis-Spezialität, bei der das Eis von großen Blöcken geschabt und dann mit verschiedenen Früchten und Sirup garniert wird. Besonders im heißen Sommer eine tolle Erfrischung!

Tipp: Probieren Sie doch mal Austernomelette, eine taiwanesische Spezialität. Das Omelette wird aus einer Mischung aus Eiern, Süßkartoffel- bzw. Tapiokamehl und Austern hergestellt. Dazu wird eine scharfe Sauce mit Zitronensaft gereicht. Lecker!

Taipeh Tag 2

Morgens: Ju Ming-Museum

Der zweite Tag eignet sich für einen Ausflug in den Norden Taipehs. Eine gute Mischung aus Kunst und Natur bietet das Ju Ming-Museum in Jinshan. Hier werden in einem groß angelegten Outdoor-Park hunderte Skulpturen des taiwanesischen Bildhauers Ju Ming ausgestellt. Besondere Bekanntheit erlangte dieser mit seinen meterhohen Tai Chi-Skulpturen.

Besonders toll: Der Park liegt auf einem Hügel und bietet viele Möglichkeiten zum Flanieren und Verweilen. Für Kinder gibt es einen kleinen Wasserpark sowie ein kleines Kunstzentrum.

Tai Chi-Figur (Ju Ming-Museum)

Nachmittags: Promenade und Old Street in Danshui

Auf dem Rückweg vom Ju Ming-Museum bietet es sich an, in der kleinen Stadt Danshui am Nordrand von Taipeh vorbeizuschauen. Die Promenade am gleichnamigen Danshui-Fluss und die Danshui Old Street beherbergen kleine Handwerksläden und Restaurants mit lokalen Spezialitäten. Dazu gehören zum Beispiel die in einer Mischung aus Kräutern und Gewürzen eingelegten so genannten Eisen-Eier. Eine weitere Spezialität ist A-Gei, eine Art frittiertes Tofu, das mit Nudeln befüllt und mit Surimi bestrichen wird.

Abends: Huashan Creative Culture Park

Der Huashan Creative Culture Park ist das Zentrum der Kreativszene Taipehs. Das ehemalige Fabrikgelände wurde 1914 erbaut und beherbergte in den 20er Jahren eine der größten Weinfabriken des Landes. Jahrzehntelang war das Gelände verlassen und ungenutzt. Bis sich ein paar Künstler hier ansiedelten und die leeren Räume für Theaterstücke und Kunstateliers nutzten. 2005 wurde es schließlich zu einem großen Kulturzentrum ausgebaut. Heute beherbergt das Gelände Gallerien, Cafés, Bars und kleine Läden. Zudem finden hier regelmäßig Festivals und Konzerte statt.

Taipeh Tag 3

Morgens: MOCA Taipei

Das MOCA (Museum of Contemporary Art) bietet eine gelungene Kombination aus historischer Architektur und zeitgenössischer Kunst. Das ehemalige Rathaus wurde 1921 von den Japanern erbaut. Seit 2001 dient es als Heimstätte für taiwanesische und internationale zeitgenössische Malerei, Skulpturen und Medienkunst.

Nachmittags: Taipei National University of the Arts

Wer noch nicht genug Kunst getankt hat, sollte sich nachmittags unbedingt die Taipei National University of the Arts anschauen. Diese liegt auf einem Hügel und bietet einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt. Ein kleines Café und ein Buchladen laden zum Verweilen ein. Außerdem beherbergt der Campus das Kuandu Museum of Fine Arts. Das vierstöckige Museum bietet zeitgenössische Kunst in regelmäßig wechselnden Ausstellungen.

Kuandu Museum

Abends: Taipei Film House

Nach so einem langen Tag darf endlich wieder entspannt werden. Das Taipei Film House ist nicht nur ein Kino, sondern beinhaltet auch eine Kunstgalerie, ein Café und einen Buchladen. Aber auch das Gebäude selbst ist sehenswert: Es wurde 1926 im amerikanischen Kolonialstil erbaut und diente bis zum zweiten Weltkrieg als US-amerikanisches Konsulat. In der ehemaligen Garage des US-Botschafters werden täglich sechs Arthouse-Filme (darunter auch in englischer Sprache bzw. mit Untertiteln) gezeigt.

Wer danach noch das Nachtleben erkunden möchte, hat in Taipeh die Qual der Wahl. Viele kleine und gemütliche Bars befinden sich in der Nähe der Shida-Uni. Taipeh ist außerdem ein Zentrum für Live-Musik. Am bekanntesten für ihre Rock- und Indie-Konzerte sind die Clubs Underworld, The Wall und Revolver. Aktuelle Konzerttermine finden sich im Taipei Gig Guide.

Weitere Artikel zu Taiwan finden Sie hier: Travelogue Taiwan

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Für Sie schreibt: Lisa Niklas

Auslandsreporterin

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