Chinas Glanzlichter: Himmelstempel Tiantan in Peking

Reisebericht: Chinas Glanzlichter

Unsere Mitarbeiterin Johanna Hoyer war für zwei Wochen in China, auf der Gruppenreise “Chinas Glanzlichter” unterwegs. In diesem Reisebericht erzählt sie von ihren Erlebnissen.

Meine Reise durchs Reich der Mitte

Am 23. September startete ich ab Frankfurt in mein großes Abenteuer. Nach 11 Stunden Flug erreichte ich die moderne Metropole Shanghai. Herzlich empfangen von unserem Reiseleiter Chen Jun, wartete ich nun ganz gespannt auf die restlichen Gruppenteilnehmer. Nachdem alle eingetroffen waren, stand uns bereits das erste Highlight bevor, die Fahrt mit dem Transrapid! Mit 430 km/h sausten wir durch den Regen in das Zentrum von Shanghai, um in unserem Hotel Equatorial Shanghai einzuchecken.

Nach dem Abendessen stimmten wir uns mit einem Begrüßungsgetränk in einer Bar mit Blick auf den bunt beleuchteten Bund auf unsere bevorstehenden Erlebnisse ein.   

Gut ausgeschlafen und mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet stürzten wir uns in den Großstadttrubel. Mit der U-Bahn fuhren wir zum Jinmao Tower, um uns auf der Aussichtsplattform einen Überblick über die Stadt zu verschaffen. Leider wurden wir mit viel Reichtum beschenkt (Regen) und die beeindruckenden Wolkenkratzer verschwanden auch in den darauffolgenden Tagen in dem dichten Nebel.

Die Altstadt und der Yu-Garten rundeten das Programm ab! Bevor wir uns von Shanghai verabschiedeten, schauten wir uns die Stadt in Miniatur im Stadtplanungsmuseum an. Auf dem beeindruckenden Miniaturmodell erläuterte uns unser Reiseleiter die Entwicklung der Stadt, bevor wir weiter in das Wasserdorf Wuzhen fuhren.

Willkommen im Wasserdorf Wuzhen

Chinas Glanzlichter: Wasserdorf Wuzhen

Das Wasserdorf Wuzhen hat einen ganz besonderen Charme! Es handelt sich um ein traditionelles chinesisches Dorf, welches von Kanälen durchzogen ist. Die kleinen Gassen mit Handwerksläden laden zum Flanieren ein. Am Abend ist das Dorf wunderschön beleuchtet und bietet mit den zahlreichen Bogenbrücken eine traumhafte Kulisse zum Abendessen in einer der kleinen Restaurants. Wir haben in einem der traditionellen Gasthäuser mit Blick auf den Kanal übernachtet.

Auf nach Yangshuo

Chinas Glanzlichter: Karstkegellandschaft von Yangshuo

In Gedanken noch in dem verträumten Wasserdorf Wuzhen, wurden wir auf dem Weg von Guilin nach Yangshuo mit einer einzigartigen Karstkegellandschaft überrascht. Die grandiose Kulisse am Li-Fluss ist weltbekannt.

Ich habe mir schon viele Bilder meiner Kollegen angeschaut, doch diese außergewöhnliche Landschaft muss man live gesehen haben! Bei einer kleinen Wanderung in Yangshuo genoss ich die spektakuläre Landschaft in vollen Zügen. Unser Reiseleiter Chen Jun erzählte uns ein wenig über die Pflanzen am Wanderweg, sowie über Land und Leute.

Zurück in Richtung unseres Gasthauses ging es mit dem Bambusfloß flussabwärts. Das Gasthaus Villa Dragon Retreat zauberte uns am Abend ein tolles Abendessen und wir nutzten die optimale Lage am Nebenfluss, um noch letzte Aufnahmen der Karstkegel beim Sonnenuntergang zu machen.

Die Reisterrassen in Longsheng

Chinas Glanzlichter: Reisterrassen von LongshengDas nächste landschaftliche Highlight wartete bereits am nächsten Tag auf uns, denn wir fuhren zu den Reisterrassen nach Longsheng! Auf dem Weg dorthin erzählte uns Chen Jun, dass die Reisnudeln aus dieser Region stammen und wir diese unbedingt probieren müssten.

Gesagt, getan! Wir machten einen Stopp bei einem kleinen einheimischen Imbiss und schlenderten anschließend über einen kleinen Lebensmittelmarkt.

Als wir Longsheng über eine enge Serpentinenstraße erreichten, begannen wir mit dem 1,5 stündigen Aufstieg zu unserem Gasthaus „longji terrace view“. Die vielen unterschiedlich hohen Steinstufen die wir zurücklegten, zahlten sich mit einem unbeschreiblichen Ausblick auf die Reisterrassen aus. Anschließend ließen wir den Abend mit netten Gesprächen auf der Terrasse des Gasthauses ausklingen.

Ich fieberte schon auf einen spektakulären Sonnenaufgang am nächsten Morgen hin.  Wie sich herausstellen sollte, wurden wir allerdings nur mit viel Reichtum (Regen) und Nebel beschenkt. Gut gegen den Regen geschützt, starteten wir in Richtung Tal. Auf dem Weg durchquerten wir ein Yao Dorf und Chen Jun zeigte uns ein Haus einer einheimischen Familie und die Grundschule des Dorfes.

Als wir uns auf den Weg gen Guilin zum Flughafen machten, war auf der engen Serpentinenstraße schon der zunehmende Verkehr der anstehenden „Goldenen Woche“ spürbar. Vom ersten bis zum siebten Oktober macht GANZ China Urlaub! Am Nationalfeiertag zelebrieren die Chinesen die Staatsgründung der Volksrepublik China am 1. Oktober 1949. Wir mussten uns also auf mehr Besucher bei unserem nächsten Besichtigungspunkt, der Terrakotta-Armee in Xi´an, einstellen.

Xi’an – Stadt des westlichen Friedens

Chinas Glanzlichter: Terrakotta-Armee bei XianWillkommen in Xi’an! Wir checkten im Titan Times Hotel ein, welches in direkter Nähe zu der Stadtmauer und dem Stadtmauerpark gelegen war.

Durch die exzellente Organisation von Chen Jun brachen wir bereits am frühen Morgen mit dem Bus zur weltberühmten Terrakotta- Armee auf und kamen auch vor dem großen Ansturm dort an.

Im Anschluss ging es weiter zur Wildganspagode. Hier belegten wir in einem kleinen Nebengebäude einen Kalligraphie Kurs. Jeder durfte selbstverständlich sein gemaltes Werk auf dem Reispapier als Andenken mitnehmen.

Nach einem langen Tag mit vielen neuen Eindrücken, machten wir noch einen schönen Spaziergang durch den Stadtmauerpark zum Hotel. Auch in Xi’an brachte uns Chen Jun die traditionelle chinesische Küche ein Stückchen näher, indem wir die Biangbiang-Nudeln zum Mittag aßen. Biangbiang-Nudeln sind ein Art Nudeln, die in der nordwestlichen Provinz Shaanxi zu finden ist. Der Ursprungsort ist ein kleines Dorf in der Nähe von Xi’an. Diese besondere Nudel ist 3 – 4 cm breit, hat eine Länge von etwa einem Meter und eine Dicke von 1 – 2 mm! Die Nudeln werden häufig mit einem Gürtel verglichen.

Hauptstadt Chinas – Peking

Mittlerweile war ich total erschlagen von diesen vielen beeindruckenden Erlebnissen in so kurzer Zeit und nutzte daher die 5 1/2 stündige Fahrt mit dem Superschnellzug von Xi’an nach Peking, um noch einmal alles im Schnelldurchlauf Revue passieren zu lassen! Aber selbst die Fahrt mit dem Zug war ein kleines Highlight. Der Bahnhof ist aufgebaut wie bei uns in Deutschland ein Flughafen! Die Züge gleiten ganz ruhig und super schnell über die Gleise durch das riesige Land. Man kann sich an einer der Heiß-Wasser Stationen einen Tee zubereiten und es sich in den bequemen Sitzen gemütlich machen. Am Abend kamen wir entspannt in Peking an und checkten in unserem letzten Hotel dieser Reise, dem Vision Hotel, ein. Was soll ich sagen… ein Highlight jagt das Nächste.

Chinas Glanzlichter: Ausblick aus einem WachturmChinas Glanzlichter: Entlang der Großen Mauer

 

 

 

 

 

 

Nachdem wir den Sommerpalast besuchten, fuhren wir zur Großen Mauer nach Badaling! Zusammen mit vielen chinesischen Urlaubern, denn wir befanden uns immer noch in der „goldenen Woche“, bestiegen wir dieses prachtvolle Bauwerk und genossen den Sonnenuntergang.

Wir waren bereits am letzten Tag mit der gesamten Gruppe angekommen und besuchten gemeinsam die Hutongs. Zu Gast bei einer Familie, welche im Jahr 2012, eine Auszeichnung für den schönsten Innenhof erhielt, genossen wir eine Tasse Tee. Ganz stolz erzählte die Hausherrin von Ihrer Familie und den vergangen Jahren, unser Chen Jun übersetzte. Eine rasante Rikschafahrt durch die engen, verwinkelten Gassen und ein kurzer Bummel durch die Kleine Marktstraße rundeten den Besuch in der nur noch fast ursprünglichen Gegend ab.

Die Verbotene Stadt

Chinas Glanzlichter: Die Verbotene Stadt in PekingAuch an diesem Tag kam uns die jahrelange Erfahrung von Chen Jun zu Gute, denn am frühen Morgen war in der Verbotenen Stadt die Flagge gehisst worden und viele Chinesen hatten daran teilgenommen! Also besuchten wir die Verbotene Stadt einfach am Nachmittag. Unsere Besichtigungstour endete auf dem Kohlehügel mit einem fantastischen Blick bei sonniger und klarer Sicht auf Peking!

Eine weitere chinesische Spezialität gab es bei unserem Abschiedsessen: Pekingente! Professionell am Tisch vom Koch tranchiert, erklärte uns Chen Jun anschließend wie man in China richtig Pekingente isst! Nämlich in einem kleinen Fladen mit einer Soße, Lauch und Gurke eingerollt.

Mit ein paar abschließenden warmen Worten an die gesamte Gruppe verabschiedete sich unser Reiseleiter und auch wir dankten Ihm für die wunderschöne und erlebnisreiche Zeit im Reich der Mitte!

Für Sie schreibt: Lisa-Marie Peemöller

Mitarbeiterin bei China Tours

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