Der Hanshansi ist übersetzt das Kloster des hängenden Berges und liegt in der wunderschönen Stadt Suzhou

Das Kloster des Kalten Bergs

Der Hanshan Tempel

Wer an Suzhou denkt, der verbindet mit der Stadt, die westlich von Shanghai gelegen ist, die vielen Brücken, Kanäle und nicht zuletzt die vielen klassischen Gärten der Stadt. Doch das Venedig des Ostens hat noch ein weiteres Highlight zu bieten: den Hanshan Tempel.

Westlich von Suzhou in der kleinen Stadt Fengqiao, nur etwa 5 Kilometer westlich von Suzhou, steht der besonders schöne buddhistische Tempel mit einer ebenso interessanten Geschichte.

Vor etwa 1500 Jahren wurde der alte Hanshan Tempel errichtet und seither wird er von zahlreichen Besuchern täglich besichtigt. Das “Kloster des Kalten Bergs”, wie der Hanshan Tempel auch genannt wird, ist bekannt für seine besondere Glocke, seinen speziellen Baustil sowie für den in China als Legende bekannten und geschätzten Mönch und Poeten Zhang Ji.

Nicht nur deshalb wird er als einer den zehn beliebtesten Tempel in China genannt. Besonders schön für die Besucher des Tempels ist der Besuch während des Frühlingsfestes. Um Mitternacht ringen die berühmten Glocken 108-mal und leiten somit in Suzhou das neue Jahr ein. Tausende Besucher besuchen deshalb jährlich den Hanshan Tempel, um bei diesem Spektakel dabei zu sein und das neue Jahr mit Glockengesang und Glück zu starten.

Die größte buddhistische Glocke der Welt

Die älteste der Glocken ist schon hunderte von Jahren alt und lange nicht mehr im Betrieb. Sodass eine der neueren Glocken erst 2007 aus Wuhan angeliefert und in den Glockenturm eingebaut wurde. Diese Glocke ist ein modernes Replikat und erinnert von ihrer Art und Weise an genau die Glocke, die schon damals im Glockenturm leutete. In Wuhan wurde somit nicht nur eine neue Glocke gebaut, sondern auch die größte buddhistische Glocke der Welt. Für ¥5 können die Besucher sogar diese besondere Glocke dreimal läuten lassen, dieser Brauch soll Glück bringen.

Auch sonst hat der Hanshan Tempel einen großen Einfluss auf die Chinesen. So lernen die Schulkinder bereits im frühen Alter das berühmte Gedicht “Maple Bridge Night Mooring” des Dichters Zhang Ji. In diesem Gedicht beschreibt Zhang Ji die Mitternachtsglocken des Hanshan-Tempels. Spricht man heutzutage einen Chinesen auf dieses Gedicht an, ist es fast jedem ein Begriff. Aufgrund seiner Popularität wurde auf dem Anwesen des Tempels auch eine Statue des Dichters errichtet. Die im Gedicht umschriebene “Ahorn Brücke” steht noch heute in unmittelbarer Nähe des Tempels. Sie verläuft über einen der unzähligen Kanäle.

Doch auch innerhalb des Tempels gibt es viele interessante Dinge zu entdecken. In der Haupthalle des Tempels, genannt die Mahavira Halle, befindet sich eine große Statue vom Buddha Sakayumni, dem Gründer des Buddhismus. Des Weiteren ist die Sutra Bibliothek interessant, in jener steht die berühmte Statue von Zhang Ji. In der Halle der 500 Arhats sind 500 Statuen Heiliger zu betrachten. Weder die Körperhaltung noch der Gesichtsausdruck sind gleich, somit ist jede einzelne Statue ein Unikat und definitiv sehenswürdig!

Nach dem Besuch des Tempels ist es Zeit, sich vor dem Tempel in den Teegarten zu setzen und mit Live Musik den Tag bei einer Tasse Tee ausklingen zu lassen. Der Anblick auf den Tempel sowie die gesamte Atmosphäre des Anwesens runden den Besuch des Tempels ab.

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Anna-Lena Höfs

Für Sie schreibt: Anna-Lena Höfs

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