Mondkuchen mit Tee

Chinesisches Rezept: Original chinesischer Mondkuchen

Im Oktober findet einer der wichtigsten Feiertage in China statt – das traditionelle Mondfest. Wir haben bereits über die geschichtlichen Hintergründe und kulturellen Brauchtümer an diesem Tag berichtet. Heute geht es um die kulinarische Spezialität des Festes, die an diesem Tag auf keinen Fall fehlen darf: der Mondkuchen. Dieser wird im Familienkreis verzehrt oder an Freunde, Verwandte und auch Geschäftspartner verschenkt. Das Besondere an diesen kleinen Kuchen sind ihre Füllungen – diese sind nämlich ein großes Geheimnis und in der Regel nur dem Bäcker selbst bekannt.

Wer also beherzt in die Gebäckteilchen hineinbeißt, sollte sich auf die eher ungewöhnliche Füllungen einstellen. Von süßen Mandeln, über salziges Ei bis hin zu herzhafter Fleisch- oder Bohnenpastete kann der im Kern des Mondkuchens fast alles enthalten. Jede Region in China hat ihre eigenen Mondkuchen-Rezepte, die Süßes und Salziges nach dem Prinzip von Yin und Yang in einem Kuchen vereinen. Oft enthält das Innere des Kuchens auch gesalzene Eidotter als Symbol für den Vollmond. Für europäische Geschmäcker mag diese Kreation im ersten Moment nicht so verlockend wirken, aber Probieren lohnt sich auf jeden Fall!

Natürlich muss man nicht extra nach China reisen, um in den außergewöhnlichen Genuss des Mondkuchens zu kommen. Man kann die Leckerbissen auch einfach zuhause nachbacken und sie beim nächsten Kaffeeklatsch den Freunden anbieten – überraschte Gesichter sind da mit Sicherheit garantiert.

Mondkuchen mit Lotusfüllung
Mondkuchen Mit Lotusfüllung

Rezept für Mondkuchen mit traditioneller Ei-Füllung:

Zutaten für 12 Stück:

  • 90 g Öl
  • 180 g Zuckersirup
  • 270 g Mehl
  • 4,5 TL Lauge
  • Eine Handvoll Melonenkerne
  • 12 gesalzene Eier
  • 40-50 g Lotuspaste

Zubereitung

  1. Das Mehl mit Öl, Zuckersirup und Lauge vermischen, dann den Teig ca. 30 Minuten ruhen lassen.
  2. Die gesalzenen Eier kochen und das feste Eigelb herauslösen.
  3. Die Lotuspaste mit den Melonenkernen vermengen, in 12 Portionen teilen und jede Portion ausrollen. Das Eigelb auf die rauflegen und dann die Lotuspaste wieder um das Eigelb herumwickeln und zu einer Kugel formen.
  4. Teig in 12 Portionen teilen und ausrollen.
  5. Die Kugel aus Lotuspaste in die Mitte des Teigs legen und den Teig vorsichtig um die Füllung wickeln.
  6. Den Teigklops (bei Bedarf) zur Verzierung in eine spezielle Mondkuchenform drücken, wieder herauslösen und auf einem Backblech in den vorgeheizten Backofen legen.
  7. Den Mondkuchen 10 Minuten bei 200°C backen, dann mit Eigelb bestreichen und weitere 10 Minuten bei 175°C backen.

Am besten wird der Mondkuchen nach dem Backen noch 2-3 Tage abgedeckt gelagert, bevor er gegessen wird. So entfaltet sich erst der aromatische Geschmack.
Guten Appetit!

 

Für Sie schreibt: Kristina Wüstner

8 Kommentare

  1. Ich bin mal wieder Ende August in China gewesen, die Mondkuchenhype war wie bei uns vor Weihnachten. Natürlich wurde ich wieder von meiner Familie und meinen Freunden mit Mondkuchen eingedeckt. Es reicht also mal wieder für ein paar Monate. Ich würde Mondkuchen allerdings auch mal gerne selber machen, nur wo bekomme ich die traditionellen Formen dafür her? Leider habe ich bei meinem letzten Besuch nicht daran gedacht, mir welche mit zubringen. Im Internet habe ich nur ziemlich kitschige Teile gefunden. Werden diese Formen auch über gutsortierte Asia (China) geschäfte vertrieben oder gibt es einen Internet handel?
    Danke für Eure Hilfe
    Gruß
    Friedel

  2. Hallo Friedel,
    hier in Deutschland wirst du in den Asiashops wohl eher fertige Mondkuchen finden, und auch im Internet ist es schwer Backformen hierfür zu finden. Meist gibt es die traditionellen Formen dann nur für den Großhandel. Bei unserer Recherche sind wir leider auch nicht für dich fündig geworden. So heißt es wohl, dass du unbedingt nochmal eine Reise nach China planen solltest!

  3. Mag sein, das ich jetzt vollkommen auf dem Schlauch stehe,. aber “gesalzene Eier”? Da ich die Eier noch kochen muss, gehe ich davon aus, das sie vorher noch roh und logischerweise in Schale sind. Wie soll ich die da salzen? Oder verstehe ich da was falsch? Schubs mich mal bitte vom Schlauch herunter 😉

  4. Liebe Leserin,
    wir wollen Sie vom Schlauch runterholen, obwohl das eine sehr berechtigte Frage ist 🙂 Die Chinesen legen Eier oft mit Schale ein. Gerne wird hierzu beispielsweise Sojasoße verwendet, die salzig schmeckt. So werden die Eier zu “gesalzenen Eiern”, trotz Schale. Alternativ kann man die Eier auch nach der Zubereitung, also nachdem man sie gekocht hat, salzen.
    Ich hoffe das hat Ihnen geholfen.
    Liebe Grüße vom China Tours Team

  5. Pingback: Die Feiertage in China 2013: was feiern die Chinesen wann? | Elements Of China | Reiseberichte
  6. Hey! Ich will das Rezept auch probieren, da grad Mondfest war und cih meine chinesische Freundin überraschen will.
    SInd die Melonenkerne zu kaufen? Bspw. im tegut oder muss ich einfach aus einer normalen (Honig?)Melone die Kerne entfernen?

  7. Hi, also bei uns zuhause legt meine Mutter die Eier in der Schale in eune Art Salzwasser, was aber höher konzentriert ist und legt einen Teller verkehrtherum als Deckel drauf, damit sie immer eingetunkt bleiben.
    Und meist bleiben die dann für mehrere Monate in dem Zeug, riecht etwas gewöhnungsbedürftig aber die Eidotter sind echt lecker, also auch zu milden, klaren Suppen, die kaum gewürzt sind.

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