Das Viertel Pudong in Shanghai

Megametropole Shanghai

Shanghai ist heute eines der größten und bedeutendsten Wirtschaftszentren Chinas. Die Stadt hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten und gilt in China als Tor zum Westen. Wir stellen Ihnen die Hafenstadt vor.

Geschichte von Shanghai

Shanghai hat eine lange Geschichte die über 1000 Jahre alt ist. Allerdings war Shanghai die meiste Zeit keine riesige Stadt. Tatsächlich erreichte die Stadt erst Anfang des 20. Jahrhunderts die Millionengrenze an Bevölkerung. In dieser Zeit nahmen sowohl das wirtschaftliche Wachstum, als auch das Bevölkerungswachstum zu.

Shanghai heute
Shanghai heute

1990 gab es weitere Änderungen durch den Politiker und Reformisten Deng Xiaoping. Von ihm wurden Reformen angestoßen, die zum wirtschaftlichen Wachstum beitragen sollten. In diesem Jahr wurde auch die Aktienbörse in der Stadt gegründet – der Shanghai Stock Exchange. Im Zuge der Reformen Xiaopings wurde der Stadtbezirk Pudong maßgeblich verändert.

Das finanzielle Zentrum Pudong

Pudong ist der Stadtbezirk der Wolkenkratzer und das finanzielle Zentrum der Stadt. Den Namen trägt der Bezirk dank seiner Lage. Pu bezieht sich auf den Fluss, der durch Shanghai fließt – den Huangpu. Dong bedeutet im chinesischen östlich von. Pudong ist also der Stadtbezirk östlich des Huangpus. In dem Bezirk lag das Wirtschaftswachstum seit 1990 im Schnitt bei über 20 Prozent.

Nicht verwunderlich ist also, dass sich der Bezirk Pudong seit 1990 drastisch verändert hat. In den 1980ern waren die Wolkenkratzer von heute noch nicht zu sehen. Die ikonische Skyline von Shanghai entwickelte sich erst in den letzten 40 Jahren. Hier wird deutlich wie schnell sich China weiterentwickeln kann.

In diesem Video sehen Sie wie sich die Stadt im Laufe der Zeit entwickelt hat:

 

Ausblick auf Pudong vom Bund

Den beeindruckendsten Ausblick hat man jedoch vom gegenüberliegenden Ufer. Der Bund ist eine traditionelle Uferpromenade am Huangpu, von dem man einen wunderbaren Blick auf den Stadtbezirk hat.  Hier gibt es eine Vielzahl an traditionellen Häusern von verschiedenen Nationalitäten wie Großbritannien, Frankreich, den USA, Italien, Russland, Deutschland oder Japan. Früher gehörte der Bund zur britischen Konzession. Die Häuser am Bund sind in unterschiedlichen Architekturstilen gehalten – von Barock bis Gotik.

Der Bund in Shanghai
Der Bund in Shanghai

Die Gebäude am Bund bieten einen schönen Kontrast zu den gegenüberliegenden Hochhäusern in Pudong die in den Himmel ragen. Am Bund findet man auch viele Einheimische die sich dort in Taichi-Gruppen treffen und Sport machen.

Hochhäuser von Pudong

Eine weitere Sehenswürdigkeit sind die Hochhäuser von Pudong. Mit ihnen ist die Skyline der Stadt zu einem unverwechselbaren Wahrzeichen geworden. Wenn von Shanghai die Rede ist, werden gewöhnlicherweise die Wolkenkratzer des Finanzdistrikts gezeigt.

Shanghai World Financial Center

Das World Financial Center ist ganze 492 Meter hoch und damit das zweithöchste Gebäude der Stadt. Weltweit ist es derzeit auf dem 12. Platz der höchsten Gebäude der Welt. Das Gebäude soll die Finanzkraft Chinas symbolisieren. Das Design des Gebäudes springt direkt ins Auge. Einheimische bezeichnen den Turm wegen seiner Form oft auch als „Flaschenöffner“.

Blick auf das World Financial Center
Blick auf das World Financial Center

Oriental Pearl Tower

Der Oriental Pearl Tower ist mit seinen 468 Metern der dritthöchste Fernsehturm Asiens und der fünfthöchste Weltweit. Auch er ist mit seiner einprägsamen Form mit Kugeln zu einem der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt geworden. Im Fernsehturm befinden sich ein Museum und diverse Aussichtsplattformen die einen Blick über die Stadt bieten. Außerdem gibt es oben noch einen Glasboden, von dem man seine Höhentauglichkeit auf die Probe stellen kann.

Oriental Pearl Tower
Oriental Pearl Tower

Shanghai Tower

Der Shanghai Tower ist mit 632 Metern nicht nur das höchste Gebäude der Stadt, sondern auch das höchste Gebäude Chinas. Weltweit steht der Turm auf Platz 3 der höchsten Gebäude. Obwohl er den Burj Khalifa und den Tokyo Sky Tree nicht von der Gesamthöhe schlagen kann, hat der Shanghai Tower die höchste Aussichtsplattform der Welt.

Die Spiralartige Bauweise des Gebäudes hat nicht nur einen visuellen Hintergrund. Das Design ist dafür gedacht, die Windlast für das Gebäude zu reduzieren. Um 24 Prozent wird diese durch die Bauart vermindert. Außerdem wird mit dem Design auch Regenwasser aufgefangen, welches für die Beheizung und Klimaanlagen des Gebäudes genutzt wird.

Der Shanghai Tower
Der Shanghai Tower

Tempel in Shanghai

In Shanghai gibt es viele schöne Tempelanlagen die eine Besichtigung wert sind. Besonders bekannt ist beispielsweise der Jade Buddha-Tempel. Er gilt als einer der wichtigsten spirituellen Orte der Stadt. Andere bekannte Tempel sind etwa der Longhua-Tempel oder der Jing’an-Tempel. Die Tempelanlagen bieten den Einwohnern  die Möglichkeit, dem hektischen Stadtleben zu entfliehen.

 

Wasserdörfer um Shanghai

Ist man ein wenig länger in Shanghai unterwegs, gibt es natürlich auch die Möglichkeit Orte in der Nähe der Stadt zu besuchen. Ein Highlight in der Umgebung sind die so genannten Wasserdörfer. Das sind kleine idyllische Orte die mit Kanälen durchzogen sind. Sozusagen ein kleines Venedig in China. Tatsächlich bezeichnen sich auch viele der kleinen Orte als Venedig Shanghais oder Venedig Chinas. Weitere Informationen zu den verschiedenen Wasserdörfern, finden Sie in unserem Artikel: Wasserdörfer um Shanghai.

Eines der schönsten Wasserdörfer Chinas: Zhujiajiao
Eines der schönsten Wasserdörfer Chinas: Zhujiajiao

Kaum eine Stadt zeigt das moderne China so gut wie Shanghai. Hier liegt der Motor der chinesischen Wirtschaft, der das Land antreibt. Shanghai hat natürlich noch mehr Sehenswürdigkeiten zu bieten. Wir hoffen trotzdem, dass Sie einen kleinen Einblick in die Highlights dieser Megametropole bekommen konnten.

Weitere Infos finden Sie auf unserer Internetseite.

Hat Sie die Sehnsucht nach Shanghai gepackt? Besuchen Sie neben klassischen Reisehighlights den Bund auf dieser 14-tägigen Rundreise:

 

Niklas Juliusson

Für Sie schreibt: Niklas Juliusson

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