China, das Land der Zukunft: Das versprechen Roboter, KI und Co.

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Der technische Fortschritt boomt. Was vielen nicht bewusst ist – die Vorreiter-Nationen auf diesem Gebiet befinden sich vor allem im asiatischen Raum. In Japan haben die ersten Hotels eröffnet, deren Personal zum Großteil aus Robotern besteht. In Südkorea sind öffentliche Wifi-Hotspots in den Städten wie Sand am Meer verstreut und das Reich der Mitte führt insbesondere bei der Entwicklung künstlicher Intelligenz die Weltrangliste an. Im Folgenden betrachtet dieser Artikel die Implementierung von Robotern und KI in der chinesischen Gesellschaft einmal genauer.

R2D2 lässt grüßen – Roboter im chinesischen Alltag

Während hier in Deutschland immer noch die Angst um sich greift, dass Roboter Arbeitsplätze ersetzen könnten, übernehmen chinesische Roboter bereits diverse Aufgaben. Ausländer mögen sich schnell an Star Wars-Filme und den darin vorkommenden Roboter R2D2 erinnert fühlen, wenn sie die neuen Polizeiroboter in Chinas Städten erblicken. Gleich drei neue Modelle der Verkehrspolizeiroboter haben kürzlich ihren Dienst in der Provinz Hebei angetreten. Sie sollen ihre menschlichen Kollegen in verschiedenen Aufgabenbereichen unterstützen. Dazu sind sie mit der neuesten Technologie wie Gesichtserkennung, laserbasierter Navigation und Big Data KI ausgestattet.

Es ist ihnen möglich, Verkehrsvergehen zu erkennen, egal ob es sich um Fußgänger oder Fahrradfahrer handelt. Sie identifizieren Fahrer via Gesichtserkennung, können Fragen beantworten, vor Unfallgefahren warnen und Falschparker ausmachen. Auf diese Weise bekommt die chinesische Polizei tatkräftige Unterstützung mit Science-Fiction-Atmosphäre. Unter diesem Aspekt, scheint China bereits in der Zukunft angekommen zu sein.

Roboter sortieren Pakete

Das chinesische Unternehmen Shentong (STO) Express setzt seit wenigen Jahren eine kleine Roboterarmee ein, die Pakete je nach Auslieferungsort sortiert. Wie ein kleiner Schwarm wuseln sie über den Hallenboden und erinnern dabei erneut an den Scifi-Klassiker „Krieg der Sterne“. Dieses Mal mag man an den kleinen schwarzen Roboter des Imperiums denken. Menschliche Mitarbeiter beladen die kleinen Roboter in Hangzhou mit einem Paket, dessen Code der Roboter erst scannt und dann auf dem schnellsten Weg zur passenden Luke fährt. Dort wirft er das Paket dann hinein. 200.000 Pakete sollen die Roboter pro Tag bearbeiten können und sie fahren selbstständig in ihre Ladestationen.

Mensch-Maschine-Kooperation im Medizinbereich

Im Jahr 2017 verkündeten chinesische Medien, dass der Medizinroboter Xiaoyi weltweit der erste Roboter sei, der die Zulassungsprüfung für Mediziner bestanden hätte. Die Aussage bezieht sich auf einen sehr wichtigen Test, den man bestehen müsse, um in China Arzt werden zu dürfen. Während jede KI mit Wissen gespeist werden kann, soll Xiaoyi darüber hinaus mit selbstständigen Diagnosefähigkeiten glänzen. Auf diese Weise soll er dabei helfen, Krankheitsbilder von Patienten und die entsprechende Behandlungsmethode zu ermitteln. Wie bei seinen Kollegen bei der Polizei und bei der Paketzustellung spielt der Aspekt der Künstlichen Intelligenz eine wesentliche Rolle. Doch diese kann noch mehr, als Roboter zur Erledigung bestimmter Aufgaben zu befähigen.

Roboter sollen auch in der Medizin aushelfen Roboter sollen auch in der Medizin aushelfen

KI prägt den chinesischen Alltag

Sobald es um den technischen Fortschritt in unserer Welt geht, stößt man unweigerlich auf das Thema Künstliche Intelligenz – ein durchaus heikles Thema. Auf der einen Seite streben die führenden Nationen nach schnellem und produktiven Fortschritt, auf der anderen Seite fürchten sie die Schattenseiten ihrer Forschung. Privatsphäre und Datenschutz sind nur zwei Schlüsselwörter, die diese Sorgen begleiten. Dennoch ist es beeindruckend, was mit KI heute schon möglich ist. China scheint sich bereits jetzt die Rolle des Spitzenreiters gesichert zu haben.

Besonderes Steckenpferd der chinesischen Forschung ist die Erkennungstechnologie. Hierzu zählt z. B. die Gangerkennung. Die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz eines chinesischen Konzerns ist mittlerweile so weit vorangeschritten, dass Menschen an ihrem Gang einwandfrei identifiziert werden können. Das verantwortliche Unternehmen sitzt in Peking und heißt Watrix. Die Technik ist dermaßen ausgereift, dass sie Personen auf eine Distanz von 50 Metern fehlerfrei zuordnen kann. Sogar Tiere kann das System identifizieren und es soll genauer als die Gesichtserkennung sein.

Kaufempfehlungen durch KI

Einige Unternehmen machen sich die Vorteile der KI zu Nutze, um die Bedürfnisse ihrer Kunden zu ermitteln und das Angebot automatisch anzupassen. An dieser Stelle ist der Konzerngigant Alibaba zu nennen. In seinen Offline-Geschäften zeichnen Kameras per Gesichtserkennung die Kunden auf. Im nächsten Schritt ordnen sie die von den aufgezeichneten Kunden angesehenen Produkte einer Interessensliste zu, die je nach Kunde variiert. Auf diesen Daten basierend berechnet das Programm dann treffsicher Kaufempfehlungen. Damit die Ware auch vorrätig ist, fordert es die Händler rechtzeitig zur Nachbestellung auf.

Big Data spielt in China eine große Rolle Big Data spielt in China eine große Rolle

Das Konzept findet auch in diversen High-Tech-Supermärkten von Alibaba und JD.com Anwendung. Dort werden auf den Oberflächen sogenannter Magic Mirrors auf den Kunden zugeschnittene Produktinformationen und -empfehlungen angezeigt. Wer mag, kann sich während seiner Einkaufstour gerne von einem autonomen Einkaufswagen/Roboter begleiten lassen. Dieser rollt voll automatisch dem Kunden hinterher.

Richtlinien für KI

Damit dann doch keiner zu viel Unfug mit der KI treibt, hat China kürzlich Richtlinien für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz aufgestellt. Diese heißen Pekinger KI-Prinzipien und sind ein Produkt der Beijing Academy of Artificial Intelligence. Die Akademie wiederum untersteht dem chinesischen Ministerium für Wissenschaft und Technik sowie der Stadtregierung von Peking. Die Forderungen, dass man im Zuge der Entwicklung von KI die menschliche Privatsphäre, Würde, Freiheit, Autonomie und das gültige Recht respektieren soll, stellen die Grundlagen dieser Prinzipien dar.

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