China für Entdecker – Ein Reisebericht aus dem Reich der Mitte Teil 3

Dieser Reisebericht wurde verfasst von Reinhard Helle.

Mit der Fähre fahren wir von Xiamen auf die autofreie Insel Gulangyu vor den Toren der Stadt. Der Fährverkehr für Touristen und Einwohner von Xiamen wird über zwei verschiedene Terminals und Fährstrecken abgewickelt und ich denke bei mir: Das wäre doch auch eine Alternative für Hamburg! Besonders wenn sich wieder einmal Touristen und Einwohner über die an Wochenenden und in den Urlaubsmonaten völlig überfüllten HADAG-Fähren im Hafen beschweren.

Was trägt die chinesische Braut von heute?

Übrigens: Gulangyu ist bei Hochzeitspaaren für Fotoaufnahmen sehr beliebt. Heute heiraten die chinesischen Frauen oft in einem europäisch-typischen weißen Brautkleid, was für China eigentlich nicht üblich ist. Traditionell wird in China aufgrund einer historischen Farb- und Zahlenkunde, deren Symbolik tief im chinesischen

Braut ohne High Heels?

Volksglauben verankert ist, in Rot geheiratet.

Lustig fanden wir die Outfits der Bräute vor allem wegen der Schlappen unter dem Kleid. Nur für den Moment des Fotos wurden die bequemen Treter gegen die oftmals viel zu großen – vermutlich geliehenen – Pumps getauscht. Anziehen ist allerdings das eine, darauf Laufen etwas ganz anderes.

Weiter nach Shanghai

Der erste Abend in Shanghai wurde von einem Besuch der Artistenshow im Yunfeng Theatre gekrönt. Spätestens seit diesem Besuch wissen wir: Es gibt keinen Gegenstand mit dem man nicht jonglieren kann und es ist unglaublich, in welche Richtungen die Artisten ihre Körper verbiegen können! Den spektakulären Abschluss bildeten 8 Motorradfahrer mit einer rasenden Fahrt in einer Stahlgitterkugel.

Peking-Oper

Ein tolles Erlebnis sind auch die Fahrten mit der U-Bahn in Shanghai. An jeder Station müssen alle Nutzer ihr Gepäck durchleuchten lassen. Wir erleben doppelte automatische Einlasskontrollen und schütteln den Kopf angesichts der hiesigen Klimaanlagen. Diese lassen einen – bei äußerlich gerade einmal subtropischen Temperaturen – frösteln. Wir nehmen mit: Chinesen lieben Klimaanlagen, vor allem, wenn diese die Räume maximal weit herunterkühlen. Und das gilt für Restaurants, Busse, Bahnhöfe, Flughäfen, Hotels, Taxis – also eigentlich fast immer!

Zurück nach Hause

Und dann ist unsere Zeit in China auch schon fast abgelaufen. Erneut lassen wir am Flughafen in Shanghai den Kontrollwahn über uns ergehen. Wir schwören, es ist nicht nur eine doppelte und dreifache Kontrolle, sondern eher eine fünf- oder sechsfache Kontrolle. Sei es drum: fremde Länder, fremde Sitten. Beim Speisen im Flugzeug kommen zum Beispiel die Erinnerungen an das Thema Essen in China auf – denn wenn alle Passagiere auf Langstreckenflügen so verpflegt werden, wie wir auf dem Hin- und Rückflug, dann sollte man besser darauf verzichten. Ganz anders im Land selbst: Bis auf wenige Ausnahmen waren die Speisen in den Restaurants während der Reise gut bis sehr gut. Wir hätten sicher zugenommen, wenn wir nicht jeden Tag so viel gelaufen wären.

Nach etwa 12 Stunden Flugzeit landen wir pünktlich in Frankfurt. So pünktlich, dass wir einen Zug früher als geplant erreichen. Wir müssen dazu jedoch zunächst von Frankfurt nach Fulda fahren. Der Zug war brechend voll mit feiernden Fans von Eintracht Frankfurt, die gerade von der Pokalsiegesfeier auf dem Römer kamen und ordentlich in Stimmung waren. Gut, denken wir, dass wir uns in den letzten Wochen den Umgang mit Menschen in großen Massen antrainiert haben, da können uns „so ein paar Frankfurter“ auch nichts mehr anhaben.

Wir lassen unsere Reise Revue passieren

Rote Wünsche – Vielleicht eine neue Reise nach China?

Unser Fazit ist auch nach ein paar Tagen der Besinnung zu Hause einstimmig: Es war eine tolle Reise und nicht unser letztes Mal in China. Wenn man den Wunsch verspürt, noch einmal zurückzukehren, hat man wirklich etwas von sich selbst dort gelassen. Die Bilder in unseren Köpfen und die damit verbundenen Emotionen werden für immer bleiben.

 

Die ungekürzte Fassung des Reiseberichtes finden Sie hier.

Anna Brückner

Für Sie schreibt: Anna Brückner

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