Chinas Tierreich: der rote Panda

Chinas stolzes Tierreich – von niedlich bis ausgefallen

China ist eines der artenreichsten Länder der Welt! Mit 30.000 Pflanzenarten liegt das Reich der Mitte in Sachen Vielfalt knapp auf dem dritten Platz nach Malaysia und Brasilien. Aber auch das chinesische Tierreich ist vielseitig – es umfasst mehr als 6.300 Arten, darunter 10% aller Wirbeltierarten der Welt. Hier kommen Naturliebhaber und Entdecker voll auf ihre Kosten!

Das richtige Klima für ein vielseitiges Tierreich

China ist das viertgrößte Land der Welt. Auf einer Reise durch das Reich der Mitte durchquert man extrem trockenes Wüstenklima und Steppenlandschaften, winterkaltes Nadelwaldklima im Nordosten bis hin zu tropischen Klimata im Süden. Das Land bietet weitgehend unberührte Naturgebiete und damit vielen Pflanzen und Tieren einen Lebensraum. Auch einige der Naturparks finden sich so nur in China und haben schon als Filmkulissen für Hollywood gedient, wie z. B. der Zhangjiajie National Waldpark, der in dem Film „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ zu sehen ist.

Der Nationalpark Zhangjiajie in Hunan
Der Nationalpark Zhangjiajie in Hunan

Chinas Nationaltier: Der Große Panda

In China finden sich viele Tierarten, die in allen anderen Gebieten der Welt bereits ausgestorben sind. Wie zum Beispiel das sehr interessant aussehende Wasserreh oder der China Alligator. Das bekannteste Beispiel ist wohl der Große Panda. Bereits vor 3 Millionen Jahren waren seine Vorfahren in China weit verbreitet, sein Lebensraum ersteckte sich sogar bis nach Myanmar und Nordvietnam. Der heutige Panda ist nur in China heimisch. Sein Verbreitungsgebiet ist vergleichbar mit der Fläche von Sachsen. Als Nationaltier von China wird besonders auf den Schutz des Großen Pandas geachtet.

Der Große Panda – Highlight im chinesischen Tierreich
Der Große Panda – Highlight im chinesischen Tierreich

Zweifelsfälle im Tierreich: Igel oder Ratte?

Das südliche Gebiet um die Provinz Yunnan weist fast die Hälfte aller in China vorkommenden Pflanzenarten auf. Dort wachsen unter anderem auch die bei uns sehr beliebten Magnolien und Rhododendren. Außerdem sehr interessant im Süden Chinas ist die Insel Hainan. Hier warten paradiesische Traumstrände und die Temperaturen  halten sich das ganze Jahr zwischen 20°C und 35°C, sowohl an Land als auch im Wasser. Auch die Insel Hainan beheimatet einige Tierarten, die in keinem anderen Gebiet der Welt vorkommen, wie der Hainan-Hase oder der Hainan-Rattenigel. Obwohl sein Name es nicht vermuten lässt, ist der Hainan-Rattenigel weder ein richtiger Igel noch eine Ratte, sondern sieht eigentlich ganz niedlich aus, mit seiner rotbraunen Fellfärbung und der langen Nase.

Die Taklamakan-Wüste und ihre Überlebenskünstler

Im Nordwesten Chinas dagegen, wo Wüstenklima herrscht, findet sich eine ganz andere Tier- und Pflanzenwelt. In den weiten wüstengleichen Gebieten, durchbrochen von Oasen und Gebirgen, streifen wilde Trampeltiere durch typische Wüstengewächse. In dem Gebiet liegt die Taklamakan-Wüste an der westlichen Grenze Chinas. Sie ist die zweitgrößte Sandwüste der Erde und sehr lebensfeindlich. Über ihre Kernwüste sind kaum Angaben vorhanden, man geht lediglich davon aus, dass im Boden Bakterien und Pilzsporen vorhanden sind. Vor Jahrmillionen herrschten andere klimatische Verhältnisse, sodass die Taklamakan den idealen Lebensraum für Saurier bot. Die meisten Funde von Sauriereiern kommen aus diesem Gebiet. Dennoch leben hier auch heute interessante Tierarten. Der asiatische Esel oder die Rennmäuse sind nur zwei Vertreter.

Trampeltiere in der Provinz Xinjiang
Trampeltiere in der Provinz Xinjiang

Zwischen Gebirge und Wald: der Südwesten Chinas

Im Südwesten werden China und das tibetische Hochland durch das Himalaya Gebirge begrenzt. Auf Höhen zwischen 2.000 und 6.000 Metern trifft man hier den Schneeleoparden und das Blauschaf. Auch der niedliche rote Panda ist im Südwesten Chinas anzutreffen. Wie der Große Panda frisst auch er am liebsten Bambus, ernährt sich aber auch von anderen Pflanzen. Sehr interessant, an dem flinken Genossen, ist seine Technik, die er beim Trinken anwendet: Er taucht seine Pfote ins Wasser und leckt sie anschließend ab. Die Provinz Sichuan, die im Südwesten Chinas liegt, besteht fast aus 7,5 Millionen Hektar Wald. Heimisch sind dort ungefähr ein Fünftel der sogenannten lebenden Fossilien Chinas, wie der Urweltmammutbaum und der Taubenbaum. Auch der Ginkgo Baum ist dort sehr weit verbreitet.

Erleben Sie das einzigartige Tierreich Chinas live und in Farbe! Ein Besuch des Großen Pandas in Chengdu ist der ideale Start:

 

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Für Sie schreibt: Lena Nissen

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