Steinschnitzereien in Dazu

Die Steinschnitzereien von Dazu

Unser Mitarbeiter Olaf Malden war in China unterwegs. In diesem Reisebericht erzählt er über seine Erlebnisse in Dazu.

Von Olaf Malden

Die 120 Kilometer westlich der Innenstadt von Chongqing gelegenen buddhistischen Steinschnitzereien von Dazu sind eine der vielen Sehenswürdigkeiten der Region.

Steinschnitzereien in Dazu
Steinschnitzereien in Dazu

Sie stammen aus der Zeit der Tang und der Song Dynastie und wurden etwa zwischen dem 9. und 13. Jahrhundert in den bzw. aus dem Stein geschlagen. Verglichen mit den Mogao-Grotten in Dunhuang oder den Yungang-Grotten bei Datong ist die Steinkunst von Dazu noch eine der jüngeren: Diese Felsgravuren sind die letzten monumentalen Werke in der Geschichte der chinesisch-buddhistischen Grotten- und Höhlenkunst.

Wo sich heute Besucher unter den teils spektakulären Steinstatuen tummeln, war früher nur Mönchen der Zugang zu dieser heiligen Stätte erlaubt, die zugleich auch die Erbauer dieser einmaligen Kunst waren.

Das Areal umfasst insgesamt 75 Höhlentempelanlagen mit sage und schreibe 50.000 Steinschnitzereien! Verteilt sind sie auf fünf verschiedene Stätten über die gesamte Dazu-Region. Die Felsgravuren am Berg Baoding Shan (宝顶山) zeigen Szenen aus dem tantrischen Buddhismus und dem alltäglichen Leben. Sie gelten als Hauptattraktion. Wegen ihrer einzigartigen Bedeutung sind sämtliche dieser Steinschnitzereien bereits im Dezember 1999 mit in die Liste des kulturellen UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen worden.

Die Felsgravuren von Dazu betonen das harmonische Zusammenleben dreier verschiedener Lehren bzw. Religionen in China, nämlich des Buddhismus, des Daoismus und des Konfuzianismus. Außerdem bilden sie einen materiellen Nachweis dafür, dass die chinesische Tempelkunst neben heiligen Figuren zunehmend auch den damaligen Alltag beleuchtet hat.

Als Besucher der Tempelanlagen sollte man gut zu Fuß sein und kein Problem damit haben, etwas Strecke insbesondere zwischen dem Parkplatz am Haupteingang und der eigentlichen Attraktion zurücklegen zu müssen. Es stehen aber, wie so oft an chinesischen Sehenswürdigkeiten, auch kleinere Elektrobusse mit Fahrern zur Verfügung. Diese kutschieren die Gäste gegen eine kleine Gebühr über das weitläufige Gelände zu den entsprechenden Zielen inmitten der üppig grünen Berglandschaft.

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Laura Bünning

Für Sie schreibt: Laura Bünning

Redakteurin und Contentmanagerin bei China Tours.

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